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Alle Artikel · 12.05.2023 11:11

In Frankreich fehlen derzeit mehr als 3.000 Medikamente!

Eine der Auswirkungen der Covid-19-Krise: Angesichts immer größerer Versorgungsschwierigkeiten "herrscht bei mehr als 3.000 Medikamenten ein Mangel", warnt am Freitag, dem 12. Mai, die Vorsitzende des Untersuchungsausschusses des Senats zu diesem Thema, Sonia de...

Eine der Auswirkungen der Covid-19-Krise: Angesichts immer größerer Versorgungsschwierigkeiten "herrscht bei mehr als 3.000 Medikamenten ein Mangel", warnt am Freitag, dem 12. Mai, die Vorsitzende des Untersuchungsausschusses des Senats zu diesem Thema, Sonia de La Provôté.

Antibiotika, Paracetamol, Antiepileptika, Krebsmedikamente... Immer mehr Medikamente werden in den Apotheken Frankreichs und anderswo in Europa knapp, was bei einer Reihe von Experten große Besorgnis hervorruft. Sie fordern eine europäische Antwort auf dieses Problem.

Während die französische Regierung sich anschickt, einen Gegenplan zu starten, indem sie die industrielle Produktion von Medikamenten nach Frankreich zurückverlegt, warnte Sonia de La Provôté, Senatorin und Vorsitzende der Untersuchungskommission zum Arzneimittelmangel, am Freitag, dem 12. Mai, gegenüber Franceinfo: "Etwas mehr als 3.000 Medikamente sind knapp, ohne diejenigen zu zählen, die gerade noch so verfügbar sind".

Laut der Senatorin betrifft der Mangel alle Bereiche, "von der Pädiatrie bis zu den Antibiotika", und hat als Auswirkung "einen Dominoeffekt". "Man hat sie nach und nach durch andere Antibiotika ersetzt und die gesamte Kette der Antibiotika, in allen therapeutischen Klassen, ist daher derzeit knapp", alarmiert Sonia de La Provôté. Die Folge: Selbst "Krebsmittel und Antiepileptika" fehlen inzwischen in den Regalen der Apotheken.

37% der Franzosen im Jahr 2023 betroffen.
Laut einer Studie sind im Jahr 2023 37 % der Franzosen von diesem Mangel betroffen, während es 2018 nur 25 % waren. Und von diesen werden 45 % ihre Behandlung ändern oder ganz aufgeben müssen.

Angesichts dieses Versorgungsengpasses forderte Gesundheitsminister François Braun am Mittwoch, 10. Mai, eine europäische Antwort. "An einem bestimmten Punkt muss man nicht nur eine französische Politik, sondern auch eine europäische Politik haben", so der Minister im Nachrichtensender CNews.

François Braun forderte außerdem, dass von den Pharmaunternehmen mehr Transparenz in Bezug auf ihre Produktion verlangt werden müsse. Ausserdem sprach er von europäischer Solidarität: Wenn jemand Vorräte hat und denen helfen kann, die keine Vorräte haben. Es brauche die Erstellung einer europäischen Liste der wesentlichsten Medikamente, damit deren Produktion für in Frankreich, aber auch in Europa garantiert werden könne.

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