Cannabis-Therapeutika: Spezifikationen für zukünftige Medikamente veröffentlicht

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Die Medikamente werden in Form von Ölen, Kapseln und Sprays nur an Patienten mit schweren Erkrankungen verabreicht.

Die Spezifikationen für die künftigen Medikamente auf Cannabisbasis, die in einem Experiment ab dem nächsten Jahr eingesetzt werden sollen, wurden am Sonntag, 18. Oktober, veröffentlicht.

Dies ist der letzte Schritt vor der Auswahl der Lieferanten. Das Experimentieren mit therapeutischem Cannabis, das vor einem Jahr von der Nationalversammlung beschlossen wurde, wurde durch einen am 9. Oktober veröffentlichten Erlass genehmigt. Die Studie muss spätestens am 31. März beginnen, über einen Zeitraum von zwei Jahren laufen und mindestens 3.000 Patienten umfassen.

Der am Sonntag im Amtsblatt veröffentlichte Erlass bestätigt, welche Darreichungsformen zugelassen werden und in welchen Fällen sie verwendet werden dürfen.

Strenge Bedingungen
Die Medikamente werden in Form von Ölen, Kapseln und Trockenblumen zum Versprühen geliefert. Sie werden nur an Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen (bestimmte Formen von Epilepsie, neuropathischen Schmerzen, Nebenwirkungen von Chemotherapie, Palliativmedizin oder Multipler Sklerose) und nur bei unzureichender Linderung oder schlechter Verträglichkeit der bestehenden Behandlungen verabreicht.

Die Nationale Agentur für Arzneimittelsicherheit (ANSM) muss nun auf ihrer Website den Aufruf zur Einreichung von Bewerbungen zur Auswahl der Anbieter veröffentlichen, die die Medikamente liefern werden.

Dieses Experiment, das von den Patientenverbänden mit Spannung erwartet wurde, sollte ursprünglich im September 2020 gestartet werden, doch in diesem Sommer kündigte die ANSM aufgrund unvorhergesehener Umstände im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie eine Verschiebung auf Januar 2021 an.


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