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Frankreich · 12.06.2026 07:13

Die Stars des Sumo kommen nach Paris: Seltenes Turnier sorgt für Begeisterung

Paris erlebt an diesem Wochenende ein außergewöhnliches sportliches und kulturelles Ereignis. Mehr als 30 Jahre nach dem letzten großen Auftritt professioneller japanischer Sumoringer in Frankreich kehren die größten Namen dieser traditionsreichen Sportart in die...

Paris erlebt an diesem Wochenende ein außergewöhnliches sportliches und kulturelles Ereignis. Mehr als 30 Jahre nach dem letzten großen Auftritt professioneller japanischer Sumoringer in Frankreich kehren die größten Namen dieser traditionsreichen Sportart in die französische Hauptstadt zurück. Die Accor Arena in Bercy verwandelt sich am 13. und 14. Juni in eine Bühne für spektakuläre Duelle, uralte Rituale und ein Stück japanischer Kulturgeschichte.

Für Fans des Sumo besitzt die Veranstaltung historischen Charakter. Internationale Auftritte professioneller Rikishi sind selten, da sich der Sport fast ausschließlich auf die sechs großen Jahresmeisterschaften in Japan konzentriert. Umso größer ist die Vorfreude auf die Rückkehr der Athleten nach Europa. Mit Hoshoryu und Onosato reisen zwei der bekanntesten und erfolgreichsten Kämpfer der Gegenwart nach Paris. Ihre Namen stehen für die neue Generation des Sumo und ziehen auch außerhalb Japans immer mehr Aufmerksamkeit auf sich.

Wer Sumo nur als Kräftemessen schwergewichtiger Athleten kennt, entdeckt bei diesem Turnier eine weit tiefere Dimension. Jeder Kampf folgt jahrhundertealten Regeln und Zeremonien. Die Bewegungen vor dem eigentlichen Duell, das Werfen von Salz zur Reinigung des Rings und die traditionelle Kleidung der Ringer spiegeln den engen Bezug zum Shintoismus wider. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die eher an ein religiöses Ritual als an eine gewöhnliche Sportveranstaltung erinnert.

Hinter den Kulissen stellte die Organisation die Verantwortlichen vor besondere Herausforderungen. Rund 150 Personen reisen aus Japan an, darunter 62 professionelle Ringer. Viele Athleten bringen weit über 150 Kilogramm auf die Waage. Zusätzliche Reislieferungen, angepasste Unterkünfte und verstärkte sanitäre Anlagen gehörten deshalb zu den ungewöhnlichen Vorbereitungen. Ein logistischer Kraftakt, der zeigt, welche Dimensionen ein solches Ereignis annehmen kann.

Doch das Wochenende beschränkt sich nicht auf die Kämpfe im Ring. Begleitende Veranstaltungen ermöglichen Einblicke in die Geschichte des Sumo und den Alltag der Athleten. Besucher erhalten die Gelegenheit, mehr über eine Sportart zu erfahren, die außerhalb Japans oft geheimnisvoll wirkt und dennoch auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblickt.

Die Rückkehr des Sumo nach Paris passt zudem in eine Entwicklung, die seit Jahren zu beobachten ist. Das Interesse an japanischer Kultur wächst in Frankreich stetig. Manga, Kulinarik und traditionelle Künste genießen große Popularität. Nun rückt auch der japanische Nationalsport wieder ins Rampenlicht.

Für viele Zuschauer dürfte sich eine seltene Gelegenheit bieten. Wann die Stars des Sumo erneut in Europa antreten, steht in den Sternen. Gerade deshalb verspricht dieses Wochenende einen Blick auf eine faszinierende Welt, die sonst fast ausschließlich in Japan zu erleben ist.

Von C. Hatty

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