Impfstoffe: Die Europäische Union schlägt mit der Faust auf den Tisch

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Da sich die Lieferverzögerungen häufen, hat die Europäische Kommission die Impfstoffhersteller gewarnt, dass sie ihren Verpflichtungen nachkommen müssen.

Die EU, die am Weltwirtschaftsforum in Davos teilnimmt, hat durch die Präsidentin der Europäischen Kommission die Impfstoffhersteller an ihre Verpflichtungen erinnert. “Europa hat Milliarden von Euro investiert, um die Entwicklung der ersten Impfstoffe gegen Covid-19 zu unterstützen und damit ein echtes globales öffentliches Gut zu schaffen. Jetzt müssen die Labore diese Impfstoffe liefern, sie müssen ihre Verpflichtungen einhalten”, sagte Ursula von der Leyen. Die Erklärung folgt auf die Ankündigung von Verzögerungen bei der Lieferung des Impfstoffs von AstraZeneca.

Grund dafür war ein Produktionsrückgang an einem der Produktionsstandorte. Das britische Labor schätzt, dass es nur 31 Millionen der 80 versprochenen Dosen bis Ende März ausliefern können wird. Dies ist ein schwerer Schlag für die Impfstrategie der Europäischen Union. “Geld ist eine Sache, aber eine andere ist natürlich die Verfügbarkeit des Impfstoffs. In Zeiten geringer Verfügbarkeit ist es eine Frage der gerechten Verteilung”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Europäische Kommission hat bereits 400 Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca reserviert, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Arzneimittelagentur.


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1 KOMMENTAR

  1. In welcher Form will die EU die Impfstoffhersteller zwingen ihre Zusagen einzuhalten ?
    Die EU ist wieder einmal zu schwach ihre Anliegen durch zu setzen. Interessant ist das Großbritannien schon vor dem Jahreswechsel Impfstoffe bekam, obwohl die EU im gesamten verhandeln wollte. Vor dem Jahreswechsel war Großbritannien noch Mitglied der EU, warum wurde von Seiten der EU nichts unternommen ? Somit drängt sich der Verdacht auf das die, die am meisten bezahlen auch das meiste bekommen. Oder die EU hat auf dem Rücken der Menschen schlecht verhandelt. Verwundern tut mich dies nicht da die Präsidentin der Europäischen Kommission schon als Verteidiungsministerin bei der Beschaffung versagt hat trotz einer Unmenge an Beratern, welches heute niemand mehr interessiert.

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