Tag & Nacht

Der Flugverkehr in Frankreich steht vor einer großen Herausforderung. Ein massiver Streik der Fluglotsen ist für diesen Donnerstag, den 25. April, angekündigt. Aber das ist noch nicht alles: Auch für die Tage um Christi Himmelfahrt, genauer gesagt den 9., 10. und 11. Mai, hat das Nationale Syndikat der Flugverkehrskontrolleure (SNCTA) Streiks angekündigt.

Ein stürmischer Donnerstag

Dieser Donnerstag dürfte für viele Flugreisende zu einem Albtraum werden, denn bis zu 70 % der Flüge könnten in einigen französischen Flughäfen gestrichen werden. Pascal de Izaguirre, Präsident des Nationalen Verbands der Luftfahrtberufe (Fnam), brachte es auf den Punkt: „Man spricht von 75 % Streichungen in Orly und 65 % in Roissy-Charles de Gaulle. Das wird enorme Auswirkungen haben.“

Diese Streichungswelle ist die direkte Folge gescheiterter Verhandlungen über die Neugestaltung der Flugverkehrskontrolle, insbesondere über Gehaltserhöhungen. Doch was genau ist das Ziel dieser Neugestaltung? Es geht darum, die Produktivität zu steigern, wie ein hochrangiger Vertreter des SNCTA erklärte.

Die Gehälter der französischen Fluglotsen sind ein zentraler Streitpunkt. „Unsere europäischen Kollegen werden zwei- bis dreimal besser bezahlt“, betont ein SNCTA-Verantwortlicher. Der Verband fordert eine Gehaltserhöhung von 25 %, verteilt auf die Jahre 2023 bis 2027. Diese Forderungen halten sie für vertretbar, da der Haushalt der Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) durch die von den Fluggesellschaften gezahlten Gebühren finanziert wird.

Doch Pascal de Izaguirre widerspricht: Die Kosten würden letztlich doch auf die Passagiere umgelegt.

Was bedeutet das für Reisende?

Es ist nicht das erste Mal, dass Gehaltsverhandlungen von Fluglotsen so direkt unsere Reisepläne beeinflussen könnten. Wie sollen sich Reisende nun auf die kommenden Tage vorbereiten? Es scheint, als müsste man mit erheblichen Verzögerungen und zahlreichen Flugausfällen rechnen.

In Anbetracht der angespannten Situation bleibt den Betroffenen wenig mehr als Flexibilität und die Suche nach Alternativen. Die Bahn könnte eine solche Alternative darstellen, aber auch hier könnte es voll werden – viele Reisende suchen nach einem Weg, an ihr Ziel zu kommen.

Die SNCTA hat den öffentlichen Tarifpartnern 15 Tage Zeit gegeben, um Lösungen zu finden. Dies ist ein Rennen gegen die Zeit, das die Reisepläne Tausender beeinflussen könnte.

Wird der Ausgang dieser Gehaltsverhandlungen auch eine langfristige Veränderung im Management des Luftverkehrs in Frankreich nach sich ziehen? Und vor allem, wie werden die Reisenden diese Tage des Wartens und der Unsicherheit überstehen? Fest steht, dass der Flugverkehr in Frankreich vor turbulenten Zeiten steht.


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