Tag & Nacht

Ab Mai führt Nizza eine Ausgangssperre für Kinder unter 13 Jahren ein. Diese Maßnahme, angekündigt von Bürgermeister Christian Estrosi, soll während der Sommermonate von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens gelten. Dies ist nicht das erste Mal, dass eine solche Regelung in der Stadt eingeführt wird; ähnliche Maßnahmen gab es bereits vor 2020.

Eine umstrittene Entscheidung

Bürgermeister Estrosi, Mitglied der Partei Horizons, erklärte, dass die Entscheidung, einen solchen Couvre-feu wieder einzuführen, nicht leichtfertig getroffen wurde. „Dass ein Kind unter 13 Jahren nachts bei seinen Eltern ist, sollte nicht von dem Willen eines Bürgermeisters abhängen“, sagte er. „Da jedoch der gesunde Menschenverstand und die Verantwortung der Eltern manchmal zu wünschen übrig lassen und das Gesetz nicht den Mut hat, sich dieser Angelegenheit zu widmen, übernehme ich die Verantwortung.“

Der Bürgermeister betonte, dass bei einem Verstoß gegen die Ausgangssperre Maßnahmen ergriffen werden. Wird ein Kind alleine nachts angetroffen, wird das zuständige Gericht um die Möglichkeit gebeten, eine Ermahnung auszusprechen. Bei wiederholtem Verstoß plant Estrosi, die Eltern zu einem verpflichtenden Erziehungsseminar zu laden.

Reaktionen und Kritik

Diese Ankündigung hat sowohl Zustimmung als auch Kritik hervorgerufen. Während einige die Maßnahme als notwendig erachten, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, sehen andere darin eine Überregulierung und eine Einschränkung der elterlichen Freiheiten. Wie sehen Sie das? Ist eine solche Regelung ein sinnvoller Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit, oder ist sie ein zu starker Eingriff in die persönliche Freiheit?


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