Covid-19: “200.000 bis 300.000 Speicheltests pro Woche ab Mitte Februar”, verspricht Olivier Véran

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Auf die Frage nach der Einführung von Speicheltests versicherte der Gesundheitsminister, dass diese ab “Mitte Februar” massiv eingesetzt werden sollen. 

Die Kritik am Umgang der Regierung mit der Gesundheitskrise hält an. Diesen Mittwoch, während der wöchentlichen Fragestunde im Senat, nahm Senator Alain Marc den Gesundheitsminister wegen der logistischen Probleme im Zusammenhang mit der Pandemie aufs Korn, obwohl Frankreich zu den Ländern gehört, die sich entschieden haben, einen weiteren Lockdown zu vermeiden. In Frage stehen: die aktuelle Impfstrategie für Menschen im Alter von 65 bis 74 Jahren, die Ausweitung des Verbots von Stoffmasken zugunsten von FFP2-Masken, insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln, und der künftige Einsatz von Speicheltests und insbesondere von Selbsttests, “von denen mehrere Modelle von Start-ups entwickelt wurden”, so Alain Marc.

Indem er die drei Fragen nacheinander aufgriff, erklärte Olivier Véran zunächst, dass “wir bis Ende März, Anfang April die gesamte Bevölkerung ab 75 Jahren geimpft haben werden, und wir in der Lage sein werden, die Impfung für Menschen der nächsten Altersgruppe zu öffnen, d. h. für Menschen zwischen 65 und 74 Jahren”. Letztere werden nach Angaben des Ministers Zugang zu Boten-RNA-Impfstoffen haben. Bezüglich der Ausweitung des Verbots von manuell hergestellten Stoffmasken, die nicht den aktuellen Normen entsprechen, war Olivier Véran der Meinung, dass dies “nicht notwendig” sei. “Der Hohe Rat für Volksgesundheit bittet darum, keine Stoffmasken mehr zu verwenden, deren Filtrationsgrad niedriger als 90 % ist, aber diese Filtration wird von der Mehrheit der Masken, die man in den Geschäften findet, gewährleistet, es gibt also keine Notwendigkeit, auf eine Verallgemeinerung der FFP2-Maske hinzuarbeiten“, versichert er.

Im Moment keine Selbsttests
Was schließlich den Einsatz von Speicheltests auf dem Territorium betrifft, erklärte der Gesundheitsminister, dass er die Empfehlungen der Hohen Gesundheitsbehörde umsetzen wolle. “Die Labore bereiten sich vor, wir arbeiten seit Wochen mit ihnen zusammen. Die vorrangige Zielgruppe der Tests sind die Kinder, in den Schulen, um positive Fälle zu identifizieren und die Schulen zu unterstützrn, die wir so lange wie möglich offen halten wollen. Ab morgen werden die ersten Speicheltests auch in den Pariser Krankenhäusern durchgeführt, und ab Mitte Februar werden wir 200.000 bis 300.000 Tests pro Woche durchführen”, sagte er. Bei Speichelselbsttests ist Olivier Véran dagegen zurückhaltender. “Die Sensitivität dieser Tests liegt in der Größenordnung von 11 % bis 40 % für die besten von ihnen, Sie haben also eine bessere Chance, die Wahrheit zu erfahren, wenn Sie eine Münze in die Luft werfen. Die Forschung geht in Frankreich und anderswo weiter, und sobald wir bessere Tests haben, werden wir sie einsetzen”, schloss er.

Mangelnde Rücksprache mit lokalen Mandatsträgern bei Klassenschließungen
Catherine Belrhiti, Senatorin LR, ging besonders hart mit dem Bildungsministerium ins Gericht: “Klassenschließungen bringen Kinder, Familien, Lehrer und Bürgermeister in Schwierigkeiten”, sagte sie. Sie prangert insbesondere die Ambivalenz der Aussagen der Regierung an, die sich einerseits verpflichtet hat, “keine Klasse oder Schule ohne Zustimmung des Bürgermeisters zu schließen”, die aber “gleichzeitig” genau das Gegenteil tut. “Die Schulschliessungen, die verordnet werden, stehen in völligem Gegensatz zu den Zusagen der Regierung und sorgen für Unverständnis und Ärger”, empört sie sich und prangert an, dass “die Glaubwürdigkeit bei den lokalen Mandatsträgern erschüttert wird”.

Für den Minister für Nationale Bildung Jean-Michel Blanquer war die Antwort klar und er betonte nochmals: “Keine Schulschließung ohne Zustimmung des Bürgermeisters”.


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