Covid-19: Ein Hauch Optimismus in der Regierung

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Heute um 18 Uhr gibt Jean Castex wieder eine Pressekonferenz - nach fast einem Monat Pause ...

Das gab es schon lange nicht mehr: Die Minister beginnen, wenn auch vorsichtig, von der Überwindung der Krise zu sprechen.

“Wir können endlich wieder über andere Themen reden”, formuliert eine Ministerin und zählt die Separatismusdebatte, das Klimagesetz und die Maßnahmen zur Chancengleichheit auf, zu denen sie und ihre Kollegen sich öffentlich äußern konnten. Dafür gibt es einen ersten Grund: Die im Januar von Jean Castex eingeführte Regel wurde gelockert: Die Minister müssen nicht mehr um Erlaubnis bitten, wenn sie mit den Medien sprechen. Infolgedessen hat sich der Ton sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Privaten geändert. Die Sprache ist freier – und auch etwas fröhlicher.

“Ich glaube nicht, dass es nach der Krise einen wirtschaftlichen Zusammenbruch geben wird”, sagt ein Beamter, der dazu aufruft, “sich nicht gegenseitig mit Alptraumszenarien Angst zu machen”. Ein anderer träumt von einem “Großartigen Aufschwung”, einem wirtschaftswunder ähnlich dem, den der Westen am Ende des Zweiten Weltkriegs erlebte.

Sicherlich gibt es also immer noch Bedenken, wenn man die endlosen Menschenschlangen bei der Verteilung der Nahrungsmittelhilfe sieht. “Wir müssen verstehen, wer diese Menschen sind, damit wir erkennen können, wo die Löcher in unseren Unterstützungssystemen sind”, sagte ein Beamter. Zu diesem Zweck trifft sich der Premierminister am Wochenende mit Verbänden zur Bekämpfung der Armut.

Ein weiterer Punkt der Aufmerksamkeit: Unternehmen, die schon vor der Krise fragil waren, die mit Hilfe von Beihilfen vorerst über Wasser gehalten werden, die aber in den kommenden Monaten von Umstrukturierungen oder Übernahmen betroffen sein könnten, wie zum Beispiel Lapeyre.

“Die Menschen, denen wir durch die Unternehmen helfen, und diese Arbeitnehmer, deren Arbeitsplätze wir retten, ich hoffe, sie werden im nächsten Jahr recht glücklich sein”, wagte sogar ein Mitglied der Regierung zu sagen. Bevor er stolz sagt: “Wir können im Vergleich zu unseren Nachbarn doch sagen, dass das, was wir bisher gemacht haben, nicht schlecht ist, oder?”


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