Covid-19: Ex-Gesundheitsministerin Agnès Buzyn wegen “Gefährdung des Lebens anderer” angeklagt

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Agnès Buzyn wurde am Freitag, 10. September, von den drei Richtern des Gerichtshofs der Republik angehört, der den Umgang mit der Covid-19-Epidemie untersucht. Gegen die ehemalige Gesundheitsministerin wird wegen “Gefährdung des Lebens anderer” Anklage erhoben.

Nach einer neunstündigen Anhörung verließ Agnès Buzyn am Freitagabend, den 10. September, den Gerichtshof der Republik, wo sie zu ihrem Umgang mit der Gesundheitskrise angehört wurde. Die ehemalige Gesundheitsministerin hat gerade erfahren, dass sie wegen “Gefährdung des Lebens anderer” angeklagt wird. Sie wollte sich dazu nicht öffentlich äußern.

Auch Olivier Véran könnte vorgeladen werden
Die Richter haben den ganzen Tag versucht, ihr Management der Pandemie zu verstehen. Agnès Buzyn musste ihre Aussagen erklären, insbesondere die vom 24. Januar 2020: “Das Risiko, dass Fälle aus Wuhan (China) importiert werden, ist moderat, es ist jetzt praktisch null”, hatte sie damals verkündet. Drei Wochen später verließ sie ihren Posten und erklärte anschliessend, sie wisse, dass die Krise schwerwiegend sein würde. Dieser Widerspruch ließ Zweifel aufkommen. Seit Beginn der Pandemie sind beim Gerichtshof der Republik fast 18.400 Anzeigen eingegangen. Auch Olivier Véran könnte in den kommenden Wochen vor den Gerichtshof geladen werden.


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