Covid-19: Großzügigkeit der Franzosen in Zeiten der Gesundheitskrise

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Spendenbereitschaft wächst
Die Spendenberitschaft der Franzosen wächst in der Corona-Krise deutlich an.

Die jüngste, am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zeigt, dass die durchschnittliche Höhe der Spenden innerhalb eines Jahres um 32% gestiegen ist.

Die Franzosen haben im Jahr 2020 im Durchschnitt 395 Euro gespendet, also 95 Euro mehr als im Vorjahr. Das ergab die letzte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos für die Stiftung Apprentis d’Auteuil, die am Dienstag, 13. April, veröffentlicht wurde. Die Großzügigkeit der Franzosen hat also angesichts der Gesundheits- und Wirtschaftskrise von Covid-19 zugenommen.

Die Ipsos-Umfrage zeigt, dass etwas weniger Haushalte im Jahr 2020 gespendet haben, aber dass diejenigen, die es getan haben, ihr Portemonnaie noch weiter geöffnet haben. Jeder zweite Franzose hat im vergangenen Jahr gespendet, die durchschnittliche Summe erreicht 395 Euro, 2019 waren es 300. Bei den Vermögendsten kommt man auf durchschnittlich 2.460 Euro an Spenden, das sind 320 Euro mehr als im Vorjahr.

Die Spenden werden sind die Ärmsten gedacht
Ipsos zeigt in seiner Studie auch, dass die Spenden vor allem den Ärmsten zugute kommen. Während Spenden, die für die Bereiche Gesundheit und medizinische Forschung bestimmt sind, im Jahr 2020 zurückgegangen sind.

Die Umfrage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Franzosen ihr Einkommen für das Jahr 2020 deklarieren müssen. Aber weniger als die Hälfte der Befragten, die mitten in der Krise gespendet haben, wussten, dass die Steuerfreigrenze von 550 € auf 1.000 € angehoben wurde und dass diese Regelung in diesem Jahr verlängert wird. Die Umfrage zeigt, dass nur die wohlhabendsten Menschen davon wussten.

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