Covid-19-Impfung: Mitarbeiter des Gesundheitswesens spionieren die Krankenakte von Emmanuel Macron aus

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Etwa dreißig Angehörige der Gesundheitsberufe (Ärzte, Krankenschwestern und Apotheker) wurden von der Assurance Maladie zur Ordnung gerufen, weil sie ohne Genehmigung die Impfdatei des Präsidenten der Republik eingesehen haben. Sie alle sind von Sanktionen betroffen.

Die Assurance Maladie hat rund dreißig Ärzten, Apothekern und Krankenschwestern ein Warnschreiben zukommen lassen. Nach Angaben des Journal du Dimanche wird ihnen vorgeworfen, die Impfakte des Präsidenten der Republik Emmanuel Macron ohne medizinische Begründung eingesehen zu haben. “Es scheint, dass Sie die Akte von Herrn Emmanuel Macron ohne seine Zustimmung und außerhalb des dienstlichen Rahmens eingesehen haben”, heißt es in dem Schreiben. Die Zugriffe wurden über das Internet durchgeführt: Die Mediziner nutzten das Vaccin-Covid-Teleservice-System. Dank dieses Systems haben Angehörige der Gesundheitsberufe Zugang zu den Impfdaten aller Franzosen sowie zu ihrer Sozialversicherungsnummer.

Die Dienststellen der Assurance Maladie konnten die Personen ausfindig machen, die sich unerlaubt Zugang zum Dossier des Präsidenten verschafft hatten. In ihrem Schreiben erinnert die Assurance Maladie daran, dass Daten und Informationen über die Gesundheit eines Patienten nur von Fachleuten eingesehen werden dürfen, die diese für eine Behandlung des Patienten zum Zweck der Durchführung der Impfung benötigen”. Die Organisation warnt davor, dass das betreffende Gesundheitspersonal im Falle “unzulässiger Ausforschungen und Zugriffe” mit Sanktionen rechnen muss.

Der Präsident der Republik wurde am 31. Mai geimpft. Auf der Website der Krankenkasse wurde seine Impfung am 13. Juli eingetragen. Der Elysée-Palast hat einen Irrtum bei der Eintragung der Injektion eingeräumt.


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