Covid-19-Impfung: Neukaledonien führt Pflichtimpfung für alle Erwachsenen ein

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Die Impfung gegen Covid-19 wird für alle Erwachsenen in Neukaledonien obligatorisch, da sich bisher nur 30% der Bevölkerung dieser französischen Inselgruppe im Südpazifik haben vollständig impfen lassen.

Die Verpflichtung zur Impfung, die am Freitag vom Neukaledonischen Parlament einstimmig angenommen wurde, gilt auch für alle Reisenden, die die Inselgruppe, die als einziges Gebiet der Welt noch frei von Covid-19 ist, besuchen möchten. Nicht geimpften Personen wird die Einreise verweigert.

Die Impfpflicht gilt nicht für Minderjährige oder für Personen mit medizinischen Kontraindikationen.
Die Maßnahme ist Gegenstand eines breiten politischen Konsenses in Neukaledonien. Nach Ansicht der lokalen Regierung sollte dies einen Impuls für die Impfung geben.
Bislang sind nur 30% der Bevölkerung, die für eine Impfung in Frage kommt, vollständig geimpft, d. h. etwa 71 000 der 270 000 Einwohner des Archipels.

Die Behörden sind besorgt über eine mögliche Einschleppung des Virus nach Neukaledonien, die sie aufgrund der hohen Ansteckungsfähigkeit der Delta-Variante trotz der strengen Quarantänebedingungen für Personen, die in das Gebiet einreisen dürfen, für sehr wahrscheinlich halten.

Die niedrige Impfrate behindert auch die Absicht der Regierung, die Grenzen bis zum 31. Dezember wieder zu öffnen.
Experten sind der Ansicht, dass nur eine Durchimpfungsrate von mindestens 60% einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems im Falle einer Epidemie verhindern könnte. In Neukaledonien herrscht ein eklatanter Fachkräftemangel, insbesondere aufgrund der Zugangsbeschränkungen, die im März 2020 wegen der Gesundheitskrise eingeführt wurden.

Der am Freitag verabschiedete Text sieht jedoch vorerst keine Sanktionen für Personen vor, die sich weigern, geimpft zu werden.
Eine Geldstrafe in Höhe von 175.000 pazifischen Francs (1.475 Euro) wird gegen Personen verhängt, die in Berufen tätig sind, die als gefährdet gelten (Flughafenangestellte, Gesundheitspersonal) und sich nicht bis zum 31. Dezember impfen lassen.
“Aber wenn wir sehen, dass dies nicht ausreicht, werden wir auch Sanktionen für die allgemeine Bevölkerung einführen”, sagte Milakulo Tukumuli, Vorsitzender des ständigen Ausschusses des Parlaments.


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