Covid-19: Lockerung der Einschränkungen bis zum Ende der Ferien?

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Emmanuel Macron: "Solange wir noch Impfstoff in den Kühlschränken haben, werde ich keinen erneuten nationalen Lockdown verordnen".

Staatschef Emmanuel Macron hat Berichten zufolge während einer Videokonferenz mit Abgeordneten der Parlamentsmehrheit eine Frist von wenigen Tagen genannt, bevor er eine Lockerung der gesundheitlichen Einschränkungen im Land in Aussicht stellt, wenn sich die gesundheitliche Situation weiter verbessert.

Den Druck entlasten oder die Zwänge verschärfen? Laut verschiedenen Medien, die Teilnehmer einer Videokonferenz zwischen Emmanuel Macron und Abgeordneten der Parlamentsmehrheit zitieren, sprach der Staatschef am Freitag, dem 19. Februar, davon, sich ein bis zwei Wochen Zeit zu geben, um über eine mögliche Lockerung der Gesundheitsauflagen angesichts der Covid-19-Epidemie zu entscheiden, deren wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen weiter das Land belasten.

Der Élysée bestätigte die Informationen mehrerer Medien, darunter AFP und Franceinfo, die davon ausgehen, dass “mehrere Szenarien untersucht werden”. Unseren Kollegen zufolge soll Emmanuel Macron ein “Resilienzszenario” heraufbeschworen haben, dessen Inhalt noch zu definieren ist, das aber in Richtung einer Lockerung der auf dem Land lastenden Einschränkungen tendieren würde, falls der aktuelle Abwärtstrend bei den Krankenhausaufenthalten anhält.

Oder auch “anziehen”
Der Staatschef sieht aber auch das gegenteilige Szenario als möglich: nämlich ein Wiederaufflammen der Epidemie, insbesondere durch die Ausbreitung von Varianten, was die Gesundheitsbehörden befürchten. In diesem Fall hätte der Präsident von der Notwendigkeit gesprochen, die Beschränkungen zu “verschärfen”, regional oder national, ohne jedoch jemals das Wort “Lockdown” auszusprechen, nach den von den Medien zitierten Teilnehmern.

Auch wenn noch nichts entschieden ist, dann stellt Macron doch den Franzosen mit dieser Frist von 8 bis 15 Tagen die Rückkehr zu einem normaleren Leben in Aussicht, das sie seit dem Ende des Sommers nicht mehr gekannt haben. Die Fragen um die Aufhebung der Ausgangssperre ab 18:00 Uhr oder die Rückkehr der Öffentlichkeit in die Stadien, Theater oder Restaurants werden immer lauter und setzen die Regierung unter Druck.

Die Exekutive vergisst jedoch nicht ihre Pflicht zur Vorsicht, woran Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag mit der Ankündigung der Verlängerung der Isolationszeit für angesteckte Personen von sieben auf zehn Tage erinnerte, um den Risiken, die von den neuen Varianten ausgehen, besser begegnen zu können.


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