Covid-19 zu Ostern: Schokoladenhersteller proben Heimlieferung

125
Dieses Jahr kommen viele Osterüberraschungen per Lieferdienst nach Hause.

Ostern macht ein Viertel des Umsatzes der Schokoladenhersteller aus. Und dieses Mal haben sich die Profis vorbereitet, um nicht wieder einen Alptraum wie in 2020 zu erleben.

Mit dem Motorradhelm auf dem Kopf stößt der Kurier die Tür der Schokoladenfabrik À la Reine Astrid in der Rue de Verneuil in Paris auf. “Ich hole das Päckchen für Chloé ab”, verkündet er, als er ankommt. Zu liefern: eine Tüte mit Osterpralinen, hergestellt vom Schokoladen-Kunsthandwerker Christophe Bertrand. “Es ist zerbrechlich, offensichtlich, es sind Osterpralinen… Wenn Sie sie also im Gepäckkasten des Motorrads lassen… Hüten Sie sich vor der Sonne!”, warnt der Schokoladenkünstler. Der Kurier beruhigt, “es wird direkt geliefert”.

Eine Szene, die sich der Chocolatier vor dem ersten Lockdown nie hätte vorstellen können
Und das ist erst ein Jahr her. Heute ist es fast schon ein Klassiker. Schokoladenhersteller gehören zu den Unternehmen, die für die Dauer dieses neuen Lockdowns geöffnet bleiben dürfen. “Oft sind es die Großeltern, die heute an die Enkelkinder liefern lassen, wir machen ziemlich viele solcher Lieferungen, das ist ziemlich lustig”, schmunzelt Christophe Bertrand.

“Wir liefern heimlich, wir geben es den Eltern diskret und wir wollen nicht, dass die Kinder sehen, dass der Osterhase schon geliefert wurde, ein paar Tage vor dem Glockenläuten.” Christophe Bertrand, Chocolatier, gegenüber Franceinfo

“Letztes Jahr war es wirklich bewegend”, erinnert sich der Schokoladenhersteller. “Ich habe an Leute ausgeliefert, die sehr gerührt waren, dass sie Sachen von ihren Kindern, ihren Enkeln bekommen haben. Es ist ein zusätzlicher Aufwand, wir haben es vorausgesehen. Aber es erfordert ein paar zusätzliche Leute.”

Verkaufen im Internet ist 30-mal wichtiger geworden
Patrick Poirrier bestätigt: Wir mussten uns anpassen. “Der Internet-Verkauf hat sich schon im letzten Jahr stark entwickelt”, sagt der Präsident der Schokoladengewerkschaft, gleichzeitig Chef von Cémoi. “Im Vergleich zu 2019 haben wir in 2020 zehnmal mehr Verkäufe über das Internet gemacht, und wir denken, dass wir dieses Jahr etwa 30-mal mehr Verkäufe haben werden.”

Listen to this article
Listen to
this article
Text to speech by Listencat
Text to speech
by Listencat

Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere doch unseren Newsletter!





Ein exklusives Angebot für unsere Leser.
Weil du es uns wert bist!

Tipp der Redaktion