Emmanuel Macron: Sich nicht impfen “heisst nicht frei sein, es ist unverantwortlich!”

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In einem neuen Video ruft Emmanuel Macron die Franzosen auf, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Das Staatsoberhaupt bezeichnet es als “unverantwortliches” Verhalten, sich nicht impfen zu lassen. Diesen Samstag werden in ganz Frankreich wieder Impfgegner und Gesundheitspass-Gegner demonstrieren.

“Lassen Sie sich impfen, lassen Sie sich impfen, lassen Sie sich impfen”. Emmanuel Macron ruft die Franzosen erneut dazu auf, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Das Selfie-Video wurde im Esszimmer des Fort de Bregançon, dem Urlaubsort des Präsidenten in der französischen Region Var, aufgenommen und am Freitagmorgen auf Instagram und TikTok veröffentlicht.

“Es ist eine Frage der Staatsbürgerschaft”, sagte Emmanuel Macron. “Unsere Freiheit ist wertlos, wenn wir durch ihre Ausübung unseren Bruder, unseren Nachbarn, unseren Freund, unsere Eltern oder jemanden, den wir auf einer Veranstaltung treffen, anstecken. Das ist nicht mehr frei, das ist unverantwortlich”, sagte Emmanuel Macron. “Lassen Sie sich auch impfen, wenn Sie Ihre Lieben, Ihre Freunde, Ihre Brüder, Ihre Schwestern und Ihre Eltern lieben, denn wenn Sie sich impfen lassen, schützen Sie auch sie”, fügte der Präsident der Republik hinzu. “Einen schönen Sommer und viel Mut”, beendet Emmanuel Macron mit einem Augenzwinkern sein Video.

Am Donnerstag, dem 5. August, erhielten 367 561 Personen eine erste und 592 520 Personen eine zweite Dosis des Impfstoffs. Insgesamt haben nun 44.051.833 Franzosen mindestens eine Impfdosis erhalten und 36.594.069 Personen haben einen vollständigen Impfplan.

Die Gesundheitspass-Gegner am Samstag wieder auf der Straße
Nicht zu impfen, “ist unverantwortlich”, Emmanuel Macrons Botschaft kommt am Vorabend eines neuen Tages der Mobilisierung der Menschen, die gegen Gesundheitpass und Impfpflicht sind. Für Samstag, dem 6. August, ist in ganz Frankreich ein neuer Tag mit Demonstrationen geplant. An den letzten Protesten am 31. Juli nahmen in ganz Frankreich 204.090 Menschen teil.

Einen Tag nach der Entscheidung des Verfassungsrates über die Ausweitung des Gesundheitspasses wurde das Gesetz am Freitag im Amtsblatt veröffentlicht. Sie wird am Montag, dem 9. August, in Kraft treten. Auf einer Reise nach Avignon kündigte der Regierungssprecher Gabriel Attal eine einwöchigen Eingewöhnungsphase für die Anwendung des Gesundheitspasses an.

Der Gesundheitspass wird ab Montag in Bars, Cafés und Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen (Kino, Theater, Vergnügungsparks), bei Fernreisen (mit Bus, Bahn und Flugzeug) oder für den Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, für Besucher in Krankenhäusern und Patienten, die eine geplante Operation haben, benötigt. Er wird auch in großen Einkaufszentren verlangt werden, wenn der jeweilige Präfekt dies beschliesst.


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