Emmanuel Macron und Recep Tayyip Erdogan: Treffen vor dem Nato-Gipfel

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Dieses Treffen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern hatte zum Ziel, die gegensätzlichen Positionen, die beide Länder in den letzten Jahren an den Tag gelegt haben, zu “klären”, so der Elysée.

“Im Vorfeld des Nato-Gipfels hatte ich ein langes persönliches Gespräch mit Präsident Erdogan. Um mit Klarheit, Respekt und Anspruch voranzukommen”, schrieb Emmanuel Macron auf Twitter nach einem 45-minütigen Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen am Montag, 15. Juni.

Der französische Präsident wollte sich vor Beginn des Gipfels der Nordatlantik-Allianz im Nato-Hauptquartier in Brüssel mit Recep Tayyip Erdogan treffen, um die vielen Themen der französisch-türkischen Streitigkeiten der letzten Jahre zu klären.

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatten sich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Syrien, Libyen und in jüngster Zeit durch den Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien über die Region Berg-Karabach stark verschlechtert. Dieser persönliche Austausch hatte daher zum Ziel, die Spannungspunkte anzusprechen.

Ein “reger” Austausch
“Die beiden Staatsoberhäupter waren bestrebt, alle Themen eingehend zu besprechen”, teilte die Präsidentschaft nach dem Treffen mit, das sie als “nahrhaft und substantiell” bezeichnete. Sie konnten ihren “Wunsch besprechen, in Bezug auf Syrien und Libyen gemeinsam voranzukommen”, zwei der Themen, bei denen Uneinigkeit herrscht.

Das Treffen war eine Gelegenheit für den französischen Präsidenten zu bekräftigen, dass Frankreich den Islam und die Muslime respektiert, dass der französische Laizismus alle Religionen respektiert. Emmanuel Macron erinnerte seinen türkischen Amtskollegen daran, dass diese republikanischen Werte zu respektieren seien und nicht instrumentalisiert werden dürften.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte der französischen Regierung Ende 2020 vorgeworfen, mit ihrem Gesetz gegen “Separatismus” eine “Hasskampagne” gegen den Islam zu führen, nachdem Emmanuel Macron das Recht verteidigt hatte, auch den Propheten Mohammed zu karikieren.


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