Tag & Nacht

Ladendiebstähle sind in Frankreich innerhalb eines Jahres um +14% in die Höhe geschnellt. Dies ist sowohl in großen Städten als auch in ländlichen Gemeinden der Fall.

In aller Heimlichkeit entwenden sie Produkte aus den Regalen oder reißen die Diebstahlsicherungen mit der Zange heraus und verlassen die Geschäfte, ohne zu bezahlen. Laut französischem Innenministerium ist der Ladendiebstahl im letzten Jahr um 14% gestiegen. Die Betreiber eines Supermarkts kennen dieses Phänomen nur zu gut. Immer dringender ist es inzwischen, die Kundschaft auf den Überwachungsmonitoren zu beobachten. „Wir lassen die Kasse praktisch nicht allein, es muss immer jemand da sein“, sagt Supermarktbetreiber Olivier Rolland gegenüber France 2.

Drei Jahre Gefängnis und 45.000 Euro Geldstrafe
Hinter solchen Diebstählen stehen einerseits manchmal Jugendliche, die auf der Suche nach dem Adrenalin-Kick sind und in sozialen Netzwerken mit ihren Taten prahlen. Mit zunehmender Inflation bemerken die Ladenbesitzer aber auch eine andere Art von Ladendieben. „Wir haben schon eine Oma gefunden, die einen doppelten Boden in ihrem Einkaufswägelchen hatte und Einkäufe hineinlegte“, fährt Olivier Rolland fort. Ladendieben drohen in Frankreich drei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 45.000 Euro. Einige Ladenbesitzer beschließen jedoch, auf Grund der hohen Diebstahlsrate Selbstjustiz zu üben, indem sie die Fotos der Diebe an ihren Schaufenstern anbringen, obwohl dies natürlich illegal ist.


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