Französische Gesundheitsbehörde empfiehlt Covid-Selbsttests nun auch für Kinder

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Ab sofort ist die Anwendung von Corona- Selbsttests auch in französischen Schulen empfohlen.

Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde sagt, dass Selbsttests sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen sicher anzuwenden sind und hat eine Masseneinführung in Schulen gefordert, um die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen.

Die Haute Autorité de Santé (HAS) sagte in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme, dass die schnellen Selbsttests, die in Frankreich im März für über 15-Jährige zugelassen und in Apotheken verkauft werden, “ermutigende Ergebnisse bei Kindern” gezeigt hätten.

Die Tests, die in Frankreich als Autotests bekannt sind, sind schnelle Antigentests, aber einfacher in der Anwendung.

Während der PCR-Test und der reguläre Antigentest, wie sie Apotheken und Testzentren anbieten, das Einführen eines langen Nasenabstrichs bis ganz nach oben in die Nase erfordern, sind die Selbsttest-Tupfer kürzer und müssen nicht so weit in den Nasengang eingeführt werden.

Im März sagte die HAS, dass die Tests nur von Personen über 15 Jahren verwendet werden sollten, da es keine Beweise für einen Nutzen bei Kindern gibt. Aber neue Erkenntnisse führen dazu, dass die nationale Gesundheitsbehörde nun diesen Vorschlag revidierte und sagte, die Tests seien “relevant, um Übertragungsketten zu unterbrechen, insbesondere in Schulen.” Sie empfahl, die derzeitige Altersgrenze aufzuheben und die Selbsttests in allen Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen sowie an Universitäten einzuführen. Es gibt bereits weit verbreitete Tests in Schulen, wobei Speicheltests auch für jüngere Schüler verwendet werden.

Frankreich hat am Montag die Grundschulen nach den Osterferien wieder geöffnet, die die Regierung verlängert hatte, um die immer noch hohen Covid-Ansteckungsraten einzudämmen. Sekundarschulen und Gymnasien haben noch eine weitere Woche Fernunterricht, bevor der Präsenzunterricht am 3. Mai wieder beginnt.

Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron hat sich zum Ziel gesetzt, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Um dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig ein erneutes Aufflackern der Covid-Fälle zu vermeiden, wird es entscheidend sein, die Ansteckungen in den Bildungseinrichtungen besonders aufmerksam zu verfolgen.

Die Regierung bestätigte letzte Woche Pläne, ab Mitte Mai” nicht lebensnotwendige Geschäfte und kulturelle Stätten wieder zu öffnen und einige Covid-Beschränkungen zu lockern, wie z.B. die aktuelle 10 km-Regel, die nicht unbedingt notwendige Reisen einschränkt.

Frankreichs wöchentlicher Durchschnitt der täglichen Covid-Fälle fiel am Montag unter 30.000 und setzte damit einen Abstieg fort, der Anfang April begann, als die Lockdown-Maßnahmen zu wirken begannen.

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