Tag & Nacht

Der französische Minister für Verkehr, Clément Beaune, wünscht sich ein Ende der billigen Flugtickets. Er wünscht sich, dass Europa einen Mindestpreis einführt.

Für ein paar Dutzend Euro nach Dublin, Venedig oder Dubrovnik reisen? Das könnte bald vorbei sein. Billigflugtickets haben den Erfolg von Fluggesellschaften wie EasyJet, Ryanair oder Volotea begründet. Die Tage solcher unschlagbaren Locktarife könnten allerdings gezählt sein.



„Flugtickets für 10 Euro sind in Zeiten des ökologischen Wandels nicht mehr möglich“, meint Verkehrsminister Clément Beaune in einem Interview mit der Zeitung L’Obs in dieser Woche. „Das spiegelt nicht die Kosten für den Planeten wider“. „Ich stehe voll und ganz hinter der Besteuerung von umweltbelastenden Aktivitäten, um in den ökologischen Übergang zu investieren“, sagte der französische Verkehrsminister.

Gegen das, was er für „Sozial- und Umweltdumping“ hält, will Clément Beaune der EU vorschlagen, einen Mindestpreis für Flugtickets in Europa einzuführen. Er gibt jedoch nicht an, wie hoch dieser Mindestpreis sein soll.

Das Flugzeug ist ein Transportmittel, das mehr Treibhausgase ausstößt als der Zug, aber es ist oft immer noch billiger als der Zug, dessen Preise in den letzten Jahren gestiegen sind. Außerdem wird Kerosin weder in Frankreich noch in Europa – mit Ausnahme der Niederlande – besteuert.

Clément Beaune bestätigte außerdem nochmals, dass der Entwurf des französischen Haushaltsgesetzes für 2024 Steuern auf Autobahngesellschaften und Flugtickets enthalten werde.


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