Gesundheitspass: Welche anderen Länder setzen ihn ein und mit welchen Unterschieden?

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Vorbereitung auf die nächste Urlaubsreise: Auf dem Mobiltelefon wird ein digitales Impfzertifikat angezeigt, das die Durchführung einer COVID-19-Impfung bestätigt.

Der Gesundheitspass ist seit Mittwoch, 21. Juli, in Frankreich für “Freizeit- und Kulturstätten” mit mehr als 50 Personen für Personen ab 18 Jahren Pflicht geworden. Gibt es ein solches System auch in anderen Ländern?

Der Gesundheitspass ist seit Mittwoch, 21. Juli, in Frankreich in Kraft und wird in den kommenden Wochen weiter ausgebaut. Auch andere Länder haben beschlossen, eine solche Maßnahme umzusetzen:

Dänemark: Ein “Coronapas” seit April
Seit dem 21. April 2021 hat Dänemark einen Gesundheitspass, den “Coronapas”, eingeführt, mit dem man Zugang zu einer sehr großen Anzahl von Orten und Aktivitäten hat: Cafés, Restaurants, Sporthallen, Konzerte, Museen, Bibliotheken und sogar zum Haareschneiden. Terrassen sind jedoch ausgenommen. Das Dokument liegt in Papierform vor und muss einen vollständigen Impfplan, einen negativen Test von weniger als 72 Stunden oder eine Erholung von Covid in den letzten 12 Wochen nachweisen. Die Umsetzung dieser Maßnahme wurde von der Bevölkerung recht gut angenommen.

Italien: “Grüner Pass” am 22. Juli angekündigt
Am 22. Juli 2021 kündigte Italien die Einführung eines Gesundheitspasses ab dem 6. August an, den “Green Pass”. Er ist jedoch weniger anspruchsvoll als in Frankreich, da er bereits nach einer Dosis des Impfstoffs ausgegeben wird. Er gilt auch für Personen, die von Corona genesen sind oder deren negativer Test weniger als 48 Stunden alt ist.

Der Ausweis wird in Bars und Restaurants, Schwimmbädern, Sporthallen, Museen, Kinos, Theatern und Spielhallen benötigt. Große Versammlungen wie Konzerte, Shows und Sportveranstaltungen sind ebenfalls passpflichtig. Nachtclubs iund Diskotheken sind bis auf Weiteres geschlossen.

Österreich: “Eintrittsdokumente” für Tätigkeiten im Kontakt mit der Öffentlichkeit
Kunden aller Einrichtungen mit Publikumsverkehr müssen einen Impfpass oder einen negativen PCR-Test durch Eintrittsdokumente nachweisen. Es handelt sich dabei um Restaurants, Hotels, Theater, Konzerte, Stadien, Sporthallen usw. Je nach Ausmaß der Infektion in der Region können strengere Maßnahmen angewendet werden.

Portugal und Deutschland: ein Pass für die am meisten betroffenen Gebiete
In Portugal ist seit dem 8. Juli das europäische digitale Zertifikat am Eingang von Hotels und Restaurants erforderlich, um in den Innenbereich zu gelangen, allerdings nur in den am stärksten betroffenen Gebieten. Für die betroffenen Bezirke sind daher eine vollständige Impfung, ein PCR-Test, der weniger als 72 Stunden alt ist, ein Antigentest, der weniger als 48 Stunden alt ist, wenn er in einem Labor durchgeführt wird, und weniger als 24 Stunden alt für diejenigen, die vor Ort durchgeführt werden, erforderlich.

In Deutschland liegt diese Entscheidung bei den Regionen, den Ländern. Es gibt keinen nationalen Gesundheitspass. Im Falle einer hohen Inzidenzrate kann eine solche Kontrolle über eine Applikation an bestimmten Orten wie Restaurants, Kinos oder Schwimmbädern Pflicht werden.

Litauen: ein “nationales Zertifikat” zur Abschaffung von Kapazitätsgrenzen
Litauen hat keinen Gesundheitspass für den Zutritt zu Restaurants Freizeitveranstaltungen oder Kulturstätten eingeführt. Das Land hat jedoch jedoch für die Organisation von Veranstaltungen ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl im Freien oder ohne Kapazitätsgrenze für Innenräume ein Zertifikat eingeführt.

Irland und Griechenland: Impfbescheinigung über vollständige Impfung für bestimmte Veranstaltungsorte
Irland verlangt eine vollständige Impfung, um Pubs und Restaurants zu betreten.

Griechenland, das in diesem Sommer sehr viele Touristen im Land zu Gast hat, verlangt für den Zugang zu Vergnügungsstätten und Restaurants eine vollständige Impfung oder ein Genesungszertifikat.

Maßnahmen in der Diskussion?
In einer Reihe von Ländern wird über die Umsetzung von ähnlichen Gesundheitsmaßnahmen diskutiert. In Großbritannien wird voraussichtlich ab September die vollständige Impfung für Orte mit großem Publikum, wie z. B. Nachtclubs, eingeführt.

In Spanien muss nur bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen ein Impfpass oder ein negativer Test vorgelegt werden, aber lokale Maßnahmen sind in der Diskussion. Im April beanstandete das spanische Verfassungsgericht eine Maßnahme in Galicien, die Menschen, die sich weigerten, sich impfen zu lassen, mit Geldstrafen belegte. Im August werden die Richter voraussichtlich eine endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit treffen.


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