Künstliche Befruchtung: Warum ist Frankreich so gespalten?

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Die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (PMA) ist in Frankreich nach wie vor stark umstritten.

Am Samstag, dem 10. Oktober, fanden im Land mehrere Demonstrationen dagegen statt. In den Augen von Caroline Mecary, einer auf Familienrecht spezialisierten Rechtsanwältin und Autorin des Buches “PMA und GPA”, “zeigen Umfragen jedoch, dass sich die Mehrheit der Franzosen für die Öffnung der PMA für alle Paare ausspricht”. Sie ist der Ansicht, dass die Gegner eine “Ultra-Minderheit von Fanatikern darstellen, d.h. Menschen, die ihre Position aus einer religiösen Auffassung beziehen”. Die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen, besteht bereits. Zu den Kritikpunkten der Gegner der PMA gehört, dass ein Kind von zwei Müttern aufgezogen werden könnte und nicht wie üblich von Vater und Mutter. Ein Argument, das in den Augen von Caroline Mecary nicht stichhaltig ist, da diese Situation bereits besteht, aber auf eine andere Art und Weise. “Was heute passiert, ist, dass Paare von Frauen ins Ausland gehen. Sie zeugen ein Kind im Ausland, kehren nach Frankreich zurück, und dann adoptiert diejenige, der nicht entbunden hat, das Kind. Also, die Aussage, dass ein kind unbedingt einen Vater haben muss, ist eine Fantasie, ein Ideal”.

Demonstrationen gegen medizinisch unterstützte Fortpflanzung (PMA) in Paris

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