Frankreich · 17.06.2026 08:02
Mbappé schreibt Geschichte: Frankreichs neuer Rekordjäger führt die Équipe Tricolore zum WM-Auftaktsieg
Kylian Mbappé erzielte beim 3:1-Sieg Frankreichs gegen Senegal zwei Tore und überholte damit Olivier Giroud als erfolgreichsten Torschützen der französischen Nationalmannschaft.
Kylian Mbappé hat seiner ohnehin beeindruckenden Karriere ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Beim 3:1-Erfolg der französischen Nationalmannschaft gegen Senegal am 16. Juni 2026 traf der Stürmer gleich zweimal und krönte einen Abend, der in die Fußballgeschichte Frankreichs eingehen dürfte. Mit nunmehr 58 Toren im Nationaltrikot überholte der Angreifer von Real Madrid den bisherigen Rekordhalter Olivier Giroud und steht erstmals allein an der Spitze der ewigen Torjägerliste der Équipe Tricolore.
Der Auftakt in die Weltmeisterschaft verlief zunächst allerdings alles andere als reibungslos. Frankreich wirkte nervös, leistete sich ungewohnte technische Fehler und brachte den Ball mehrfach leichtfertig in gefährliche Zonen. Senegal nutzte diese Unsicherheiten geschickt aus und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Über weite Strecken der ersten Halbzeit fehlte dem Team von Didier Deschamps die gewohnte Kontrolle.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein anderes Bild.
Der französische Nationaltrainer reagierte mit einer taktischen Anpassung, die das Spiel entscheidend veränderte. Michael Olise rückte stärker in den Mittelpunkt des Offensivspiels und verlieh den Angriffen Struktur und Tempo. Seine präzisen Pässe und sein Gespür für freie Räume brachten Frankreich zurück auf Kurs. Zweimal bereitete er Treffer von Mbappé vor und entwickelte sich zum heimlichen Architekten des Erfolgs. Die Auszeichnung als „Man of the Match“ war die logische Folge einer herausragenden Leistung.
In der 66. Minute fiel schließlich der Moment, auf den viele gewartet hatten. Nach einer glänzenden Vorlage von Olise blieb Mbappé vor dem Tor eiskalt und erzielte seinen historischen Treffer. Frankreich gewann zunehmend an Sicherheit, während Senegal mehr Risiko eingehen musste. In der Nachspielzeit setzte Mbappé dann den Schlusspunkt. Mit einem kraftvollen Distanzschuss ließ er dem gegnerischen Torhüter keine Chance und machte den Sieg endgültig perfekt.
Damit übertraf der 27-Jährige nicht nur die Marke von Olivier Giroud, der 57 Tore für Frankreich erzielt hatte. Auch auf der größten Fußballbühne der Welt setzt Mbappé neue Maßstäbe. Seine beiden Treffer gegen Senegal erhöhten seine persönliche Bilanz bei Weltmeisterschaften auf 14 Tore. Damit ließ er die legendäre Bestmarke von Just Fontaine hinter sich und nähert sich dem Rekord des deutschen Stürmers Miroslav Klose, der bei WM-Endrunden insgesamt 16 Treffer erzielte.
Vor Beginn des Turniers hatte Mbappé noch Kritik einstecken müssen. Beobachter bemängelten schwankende Leistungen und fragten sich, ob der Kapitän seine beste Form rechtzeitig zum Turnierstart finden würde. Gegen Senegal lieferte er die passende Antwort – nicht mit großen Worten, sondern auf dem Platz.
Didier Deschamps lobte nach dem Spiel insbesondere die Führungsqualitäten seines Kapitäns. Tatsächlich wirkt Mbappé inzwischen nicht mehr nur wie der gefährlichste Angreifer der Mannschaft, sondern wie ihr emotionales Zentrum. Seine Präsenz, seine Entschlossenheit und seine Fähigkeit, in entscheidenden Momenten Verantwortung zu übernehmen, prägen das Gesicht dieser französischen Auswahl.
Die Reaktionen in Frankreich fielen entsprechend euphorisch aus. Medien, ehemalige Nationalspieler und Experten würdigten den Rekord als Meilenstein der französischen Fußballgeschichte. Viele sehen in Mbappé bereits jetzt eine der prägendsten Figuren, die das Land jemals hervorgebracht hat.
Der überzeugende Auftaktsieg sorgt zugleich für Rückenwind im weiteren Turnierverlauf. Mit dem Irak wartet nun der nächste Gegner in der Gruppenphase. Frankreich zählt erneut zu den großen Favoriten auf den Titel, und die Ambitionen sind unmissverständlich. Der dritte Weltmeistertitel der Verbandsgeschichte bleibt das große Ziel.
Mbappés Rekord steht dabei sinnbildlich für die Entwicklung einer Mannschaft, die vor Selbstvertrauen strotzt und in entscheidenden Momenten über außergewöhnliche Qualität verfügt. Für den Kapitän persönlich markiert die Bestmarke einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere. Für Frankreich könnte sie der Auftakt zu einer noch größeren Geschichte sein.
Autor: C.H.