Tag & Nacht

Die Stadt Metz im Departement Moselle zeigt erneut ihr humanitäres Engagement. François Grosdidier, Bürgermeister der Stadt, hat am Mittwoch, dem 29. Mai, angekündigt, dass Metz bereit ist, Flüchtlinge aus Gaza aufzunehmen. Dies berichtet der Sender France Bleu Lorraine Nord.

Eine Tradition der Menschlichkeit

„Die Stadt Metz hat unter allen bisherigen Stadtverwaltungen stets ihren Beitrag zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen geleistet“, betont Bürgermeister Grosdidier. Er verweist auf die lange Tradition der Stadt, Menschen in Not zu helfen. In den letzten Jahren hat Metz syrische und ukrainische Flüchtlinge aufgenommen und ihnen eine neue Heimat gegeben.



Die aktuelle Situation in Gaza

Die jüngsten Ereignisse in Gaza – die Kämpfe und die humanitäre Krise infolge Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober – haben Millionen Menschen dazu gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. Der Bürgermeister beschreibt die dramatische Lage: „Die Kriegshandlungen haben Gaza in ein Schlachtfeld verwandelt, wo es keinen sicheren Ort mehr gibt.“

Metz als Zufluchtsort

Metz will solchen Menschen jetzt eine Zuflucht bieten. „Im Geiste der Solidarität und des Willkommens stellt sich die Stadt Metz dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten als freiwilliger Gastgeber für Familien, die vor dem Krieg in Gaza fliehen, zur Verfügung“, so Grosdidier. Dabei bleibt offen, wie viele Familien aufgenommen werden können und wann dies geschehen soll – die Stadt wartet noch auf die Rückmeldung und Anweisungen des Ministeriums.

Ein Lichtblick in dunklen Zeiten

Diese Entscheidung kommt zu einer Zeit, in der die Welt mit zahlreichen Krisen konfrontiert ist. Die Bereitschaft der Stadt Metz, palästinensische Flüchtlinge aufzunehmen, zeigt ein beeindruckendes Beispiel von Menschlichkeit und Solidarität. Wie ein Leuchtturm in stürmischen Zeiten bietet Metz einen Hoffnungsschimmer für die, die alles verloren haben.

Gibt es eine bessere Art, Solidarität zu zeigen, als Menschen in ihrer dunkelsten Stunde eine helfende Hand zu reichen? Metz macht es vor und setzt ein starkes Zeichen der Mitmenschlichkeit inmitten globaler Unruhen.

Die genaue Anzahl der aufzunehmenden Familien und der Zeitpunkt der Aufnahme bleibt zwar noch unklar, doch eines ist sicher: Metz ist bereit, seiner humanitären Tradition treu zu bleiben und erneut Schutz und Unterstützung zu bieten.


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