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Paris lockert Regeln für Taxis und Uber während der Olympischen Spiele 2024.

Paris, 1. August – Gute Nachrichten für Taxis und Uber: Ab sofort dürfen sie wieder die roten Zonen rund um die Olympiastätten befahren. Dies verkündete Verkehrsminister Patrice Vergriete am Mittwoch auf X (vormals Twitter). Eine Entscheidung, die in Zusammenarbeit mit dem Pariser Polizeipräfekten Laurent Nuñez getroffen wurde, um „die An- und Abreise der Zuschauer zu erleichtern“.

Doch warum diese plötzliche Änderung? Die Antwort liegt in einer Beschwerde der Taxi- und VTC-Verbände. In einem Schreiben an den Verkehrsminister beschrieben sie die tiefgreifenden Einschränkungen ihrer Tätigkeit durch die Sicherheitsmaßnahmen der Olympischen Spiele. Obwohl Frankreich 15 Millionen Touristen erwartet, bleibt für die Taxifahrer nicht viel übrig. Sie fordern einen finanziellen Ausgleich, da ihre Arbeit „seit Monaten massiv behindert“ wird.

Forderung nach Entschädigung

Die Vertreter der Taxis und VTCs (Voiture de Transport avec Chauffeur) sehen die Notwendigkeit eines finanziellen Ausgleichs für den Zeitraum von März bis Ende Oktober 2024. Sie argumentieren, dass ihre Einnahmen seit dem Frühjahr erheblich gesunken sind – nicht zuletzt wegen der Verkehrsbeschränkungen und der „Privatisierung zahlreicher Veranstaltungsorte“ wie dem Stade de France oder der Paris La Défense Arena.



Auswirkungen auf Paris und Marseille

In Paris und Umgebung leiden die Taxifahrer besonders in wichtigen Zonen wie Kongresszentren, Veranstaltungs- und Sporthallen sowie dem berühmten „Goldenen Dreieck“ im Herzen der Stadt, unter den Einschränkungen. Sie fühlen sich „einer signifikanten Einkommensquelle beraubt, die für die Olympischen und Paralympischen Spiele monopolisiert wurde“. Doch nicht nur Paris ist betroffen. Auch in Marseille spüren die Taxifahrer die Auswirkungen, da Kreuzfahrttouristen die Stadt meiden, um dem Verkehrschaos zu entgehen.

Einbruch der Einnahmen

Die Verbände kritisieren die Regierung dafür, die Bewohner dazu aufgefordert zu haben, während der Spiele Urlaub zu nehmen oder im Homeoffice zu arbeiten. Sicherheitszonen und die Schließung vieler Taxistationen in den roten und blauen Sicherheits-Zonen haben die Tätigkeit der Fahrer drastisch eingeschränkt. Viele Taxifahrer sehen sich vor einer kritischen Situation, mit Einnahmeverlusten von „40% bis 50% in manchen Fällen“.

Ein notwendiger Schritt?

Diese „ungewöhnliche Belastung“, so die Taxi-Verbände, ist eine direkte Folge der Olympischen Spiele. Deshalb verlangen sie ein Treffen mit dem Verkehrsminister, um die Modalitäten des geforderten Entschädigungsfonds zu besprechen.

Die Entscheidung, die Zugangsbeschränkungen zu lockern, könnte den Fahrern eine kleine Atempause verschaffen. Doch ob dies ausreicht, um die erheblichen finanziellen Verluste auszugleichen? Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die geforderten Kompensationen umgesetzt werden und ob die Taxifahrer ihren Platz in der wirtschaftlichen Struktur der Olympischen Spiele wieder behaupten können.

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