Tag & Nacht

Das Olympische Feuer hat seine Reise von Athen nach Frankreich angetreten. An Bord des Dreimasters „Belem“ erlebte die Crew einen außergewöhnlichen Moment: die Durchfahrt durch den historischen Kanal von Korinth.

Zehn Tage bevor das Feuer in Marseille eintrifft, segelte es auf dem altehrwürdigen Dreimaster „Belem“ durch die engen Wasserwege dieses Kanals in Griechenland. Die hohen Klippen, die den Kanal säumen, ragen beeindruckend über 50 Meter empor. Der Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Kanal war eigentlich für Renovierungsarbeiten geschlossen, doch für diesen besonderen Anlass wurde er ausnahmsweise geöffnet.

Der Kapitän der Belem versprach der Besatzung ein unvergessliches Erlebnis, und dieses Versprechen wurde mehr als gehalten. Während der Durchfahrt versammelten sich Menschenmassen auf den Brücken über den Kanal, um die Matrosen und die Träger des Olympischen Feuers zu begrüßen.

Ein meisterhaftes Manöver

Trotz der Herausforderungen, die die schmale Breite des Kanals von nur 24 Metern mit sich brachte, gelang die Durchfahrt in nur 40 Minuten für die Strecke von 6 Kilometern. Es war ein seltener und eindrucksvoller Moment im Leben der Seeleute.

Nachdem der Belem den Kanal verlassen hatte, setzte er seine Reise fort, begleitet von neugierigen Delfinen, die anscheinend auch vom Geist der Olympischen Spiele angezogen wurden. Als nächstes steht die Überquerung der Straße von Messina und später die Durchfahrt durch die Straßen von Bonifacio auf dem Programm.

Wie fühlt es sich wohl an, Teil eines solchen historischen Moments zu sein? Könnten solche Ereignisse helfen, die Welt enger zusammenzubringen, gerade in Zeiten, in denen es mehr denn je darauf ankommt? Solche Momente fangen die Essenz dessen ein, was die Olympischen Spiele wirklich bedeuten: Zusammenhalt, Frieden und die Freude am gemeinsamen Erleben.


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