Tag & Nacht

Der zweite Wahlgang der Parlamentswahlen am Sonntag, dem 7. Juli, sorgt für große Spannung. 30.000 Polizisten und Gendarmen sind im ganzen Land im Einsatz. In Grenoble (Isère) ist die Situation besonders angespannt. Aus Angst vor möglichen Ausschreitungen haben einige Ladenbesitzer drastische Maßnahmen ergriffen, um ihre Geschäfte zu schützen.

Eindrucksvolle Barrikaden

Vor einem Geschäft für Computerausrüstung stechen sofort die stabilen Holzplatten ins Auge, die an den Schaufenstern befestigt sind. Diese Schutzmaßnahmen sind kein Zufall. „Wir haben Angst, dass uns alles gestohlen wird, dass alles verwüstet wird“, erklärt eine besorgte Ladenbesitzerin gegenüber Franceinfo. Und sie ist nicht die Einzige. Viele ihrer Kollegen im Stadtzentrum haben ebenfalls die Sicherheitsvorkehrungen ihrer Läden verstärkt.

Diese Sorge kommt nicht von ungefähr. Letztes Jahr wurde Grenoble von heftigen Unruhen erschüttert, die tiefe Spuren hinterlassen haben. Ein Privatunternehmer, der sich auf Sicherheitsmaßnahmen spezialisiert hat, berichtet von zahlreichen Anfragen besorgter Geschäftsleute im Vorfeld des zweiten Wahlgangs. Die Kosten für solche Schutzmaßnahmen sind nicht unerheblich: Rund 2.500 Euro müssen die Ladenbesitzer investieren, um ihre Geschäfte abzusichern.

Ein Schweres Sicherheitsaufgebot

Innenminister Gérald Darmanin hat ein umfangreiches Sicherheitsaufgebot angekündigt: 30.000 Polizisten und Gendarmen werden landesweit im Einsatz sein. Die Erinnerungen an die gewaltsamen Ausschreitungen des vergangenen Jahres sind noch frisch, und die Behörden wollen auf Nummer sicher gehen.

Während sich die Stadt auf den Wahltag vorbereitet, bleibt die Stimmung unter den Ladenbesitzern angespannt. Werden die Barrikaden halten? Und werden die Sicherheitskräfte in der Lage sein, mögliche Unruhen im Keim zu ersticken? In diesen unsicheren Zeiten klammern sich viele an die Hoffnung, dass ihre Vorsichtsmaßnahmen ausreichen werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse entwickeln wird.

Die Anspannung vor dem zweiten Wahlgang der Parlamentswahlen ist in Grenoble deutlich spürbar. Ladenbesitzer investieren in teure Schutzmaßnahmen, um ihre Geschäfte vor möglichen Ausschreitungen zu schützen. Mit einem starken Sicherheitsaufgebot hoffen die Behörden, die Lage unter Kontrolle zu halten. Bleibt zu hoffen, dass die Vorsichtsmaßnahmen und die massive Polizeipräsenz ausreichen, um Ruhe und Ordnung zu bewahren.


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere einfach den Newsletter unserer Chefredaktion!