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„Wir können nicht akzeptieren, in die Regierung zu gehen, wenn wir nicht handeln können“, sagte Marine Le Pen am Dienstag, dem 2. Juli, auf dem Sender France Inter. Diese Aussage unterstreicht ihre Entschlossenheit und den festen Willen, die Politik in Frankreich grundlegend zu verändern und eine absolute Mehrheit zu erreichen.

Klartext: Politikwechsel oder gar nicht

Marine Le Pen, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin des Rassemblement National (RN) und wiedergewählte Abgeordnete im Departement Pas-de-Calais, ist sich sicher: „Wenn wir die Politik nicht ändern können, wäre das die schlimmste Verräterei, die wir unseren Wählern antun könnten.“ Diese Aussage verdeutlicht, dass der RN keine halben Sachen machen will. Nur eine vollständige politische Wende durch eine absolute Mehrheit kommt für Le Pen infrage – halbe Maßnahmen sind keine Option.

Jordan Bardella und die Mehrheit

Jordan Bardella, Präsident des RN, hatte bereits vor dem ersten Wahlgang betont, dass er ohne absolute Mehrheit den Posten des Premierministers nicht antreten würde. Marine Le Pen sagt ebenfalls klar und deutlich: „Wir wollen regieren, das muss klar sein.“ Sie betont, dass der RN entschlossen sei, Abgeordnete von „anderen rechten Parteien und einige Republikaner“ zu überzeugen, um die erforderliche Mehrheit zu erreichen. „Wenn wir zu diesem Zeitpunkt eine Mehrheit haben, werden wir in die Regierung gehen“, betont sie mit Nachdruck.

Marine Le Pen: Keine „Premierministerin“

Ein Regierungsteam unter der Leitung von Jordan Bardella, falls der RN eine absolute Mehrheit erreicht, stehe bereits „bereit“. Marine Le Pen beschreibt das Team als „vollständig, kompetent und bestehend aus RN-Mitgliedern, Wahlkampfteilnehmern und Personen aus der Zivilgesellschaft“. Auf die Frage, ob sie selbst Teil dieses Teams sein wird, antwortet sie entschieden mit „Nein“. „Ich werde keine zweite Premierministerin sein“, erklärt sie und drückt ihren „Respekt“ für Jordan Bardella aus. Auch eine Präsidentschaft der Nationalversammlung schließt sie aus: „Ich werde weiterhin an der Spitze der RN-Fraktion stehen“, stellt sie klar.

Fazit: Klare Bedingungen, klare Rollen

Marine Le Pens Aussagen machen deutlich, dass der RN nur unter bestimmten Bedingungen in die Regierung eintreten wird. Der Wille zur nachhaltigen Veränderung der bisherigen Politik steht an oberster Stelle. Zugleich betont sie die klare Rollenverteilung innerhalb der Partei und die Bereitschaft, mit anderen politischen Kräften zusammenzuarbeiten, um die notwendige Mehrheit zu sichern.

Was bedeutet das für die Zukunft Frankreichs? Wird der RN tatsächlich die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung erreichen und in die Regierung eintreten? Eins steht fest: Marine Le Pen und ihr Team sind entschlossen, keine Kompromisse einzugehen, wenn es um die Umsetzung ihrer politischen Ziele geht.


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