Schulbeginn: Sind CO2-Sensor und Luftreiniger die neuen Anti-Covid-Tools?

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Zu Beginn des neuen Schuljahres rüsten sich einige Schulen mit CO2-Sensoren und Luftreinigern aus, um das Coronavirus in den Klassenzimmern zu bekämpfen. Aber sind diese Instrumente wirklich wirksam gegen Covid-19 und können sie überall eingesetzt werden?

Um die Covid-19-Epidemie zu bekämpfen, haben sich einige Schulen nun mit CO2-Sensoren oder Luftreinigern ausgestattet. Aber diese Geräte müssen richtig eingesetzt werden. Das Virus wird hauptsächlich über die Luft übertragen, entweder durch Tröpfchen oder durch in der Luft schwebende Kleinstpartikel, so genannte Aerosole.

Der CO2-Sensor funktioniert wie eine Ampel. Es ermöglicht, den Grad der ausgeatmeten Luft in einem Raum zu erkennen und warnt, wenn es an der Zeit ist, frische Luft hereinzulassen. Wenn das Licht grün ist, kein Problem. Wenn das Licht orange leuchtet, braucht der Raum frische Luft. Wenn es rot ist, muss man dringend die Fenster öffnen. Alle CO2-Sensoren funktionieren auf die gleiche Weise, mit einer offiziell festgelegten Alarmschwelle.

Sie sind eine Ergänzung, kein Wundermittel, das die Luft sauber macht.

Luftreiniger hingegen kommen zum Einsatz, wenn man die Fenster nicht öffnen kann. In diesen Geräten gibt es einen Luftsauger, der die angesaugte Luft zu einem Filter leitet. Die Wirksamkeit dieser Instrumente wurde im Rahmen einer von der Region Auvergne-Rhones-Alpes in Auftrag gegebenen Studie getestet. Der Filter speichert und blockiert die Viren, die Luft, die von der Maschine ausgeblasen wird, ist Luft, in der keine Viruspartikel mehr vorhanden sein sollten. Nachteil: Wenn man einen großen Raum und eine sehr kleine Maschine hat, ist es klar, dass die Luft nach einer gewissen Zeit gereinigt sein wird.

Eine saftige Rechnung für die Gemeinden
CO2-Sensoren in Schulen kosten etwa 200 Euro pro Stück. Das Gerät reinigt die Luft zwar nicht, aber es ist eine einfache Art zu wissen, ob der Raum gut belüftet ist oder nicht.

Der Luftreiniger ist komplizierter in der Anwendung und vor allem teurer, etwa 1.300 Euro ohne Wartung. Und der Filter muss regelmäßig von einem Techniker gewechselt werden. Allerdings kann der Luftreiniger vor allem im Winter nützlich sein, um die Luft zu reinigen, ohne die Raumtemperatur durch geöffnete Fenster zu senken.

Im Journal du Dimanche vom 22. August erklärte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer, er wolle die Verwendung von CO2-Sensoren in Klassenzimmern allgemein empfehlen. Am Mittwoch, 25. August, wird er am Ende des Tages mit den Lehrer- und Elternverbänden zusammenkommen, um das Thema zu erörtern.


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