Tag & Nacht

Vier von zehn Franzosen und Französinnen geben zu, dass sie schon einmal das Smartphone ihrer besseren Hälfte ohne deren Einverständnis durchsucht haben. Eine Praxis, die zu Streit, Trennung und sogar häuslicher Gewalt führen kann und besonders unter jungen Menschen und Frauen verbreitet zu sein scheint.

In einer Partnerschaft schnüffeln anscheinend mehr Menschen, als man annimmt, ohne deren Wissen im Telefon ihrer besseren Hälften herum. Diese Praxis, die als „Snooping“ bezeichnet wird, verbreitet sich immer stärker. Vier von zehn Franzosen und Französinnen geben zu, dass sie schon mindestens einmal zu neugierig waren. Diese Zahl ist im Verhältnis bei Jugendlichen und Frauen deutlich höher. François Kraus, Leiter der Abteilung Politik beim Umfrageinstitut Ifop, erklärt diese Ergebnisse bei den Jugendlichen damit, dass sie „die größten Nutzer sowohl von Smartphones als auch von verschiedenen digitalen Schnittstellen vom Typ soziale Netzwerke“ sind.

Ein Vorgehen, das vom Gesetz bestraft wird
Eine Praxis, die nicht ohne Folgen bleibt: Sie kann zu Streitigkeiten, Trennungen und sogar zu häuslicher Gewalt führen. Mehr als jedes zweite Opfer körperlicher Gewalt wurde von seinem Partner ausspioniert. Das neue französische Gesetz gegen häusliche Gewalt bestraft digitales Ausspionieren nun mit einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 45.000 Euro.


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