An einer Notleitung eines der Reaktoren des Atomkraftwerks Penly im Departement Seine-Maritime wurde ein großer Riss festgestellt. Die Behörde für nukleare Sicherheit forderte EDF daher auf, auch an den anderen Standorten entsprechende Kontrollen durchzuführen.
Am Reaktor Nummer 1 in Penly (Seine-Maritime) wurde ein großer Riss entdeckt. Es ist zwar keine Beschädigung am Reaktordruckbehälter selbst, in dem die Kernreaktionabläuft, sondern an einem der Notstromkreise, die im Notfall Wasser zur Kühlung des Systems einspritzen können. In einem Teil des Kreislaufs waren bereits Mikrorisse entdeckt worden, was als „Spannungsrisskorrosion“ bezeichnet wird. Diesmal wurde jedoch ein viel größerer Riss an einem anderen Teil des Kreislaufs entdeckt.
Stromversorger EDF muss seine Kontrollen verstärken
Es bestand keine unmittelbare Gefahr, da das Kraftwerk wegen Arbeiten an den Mikrorissen ohnehin abgeschaltet war. Die Entdeckung wirft jedoch Fragen über die Sicherheit des Kühlsystems in den französischen Kernkraftwerken auf. Der Riss befindet sich nicht in dem Teil des Systems, der für die Kühlung am wichtigsten ist, aber es schafft trotzdem ein Risiko, dass die Kühlung des Reaktors verloren geht und die Fähigkeit, ihn notzukühlen, eingeschränkt wird, falls ein Bruch an dieser Stelle auftreten sollte. Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN (Autorité de sûreté du nucléaire) fordert den Stromversorger und Kraftwerksbetreiber EDF daher auf, seine Kontrollen zu verstärken.
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