Tag & Nacht


Der Sicherheitsring um die Seine ist aktiviert

Seit Donnerstag, dem 18. Juli, ab 5 Uhr, und bis zum 26. Juli gilt in Paris der umfassende Sicherheitsring, der die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele am 26. Juli schützen soll. Die Schutzzone erstreckt sich entlang der Seine, um die Sicherheit der Zuschauer, Athleten und Anwohner zu gewährleisten.

Wer darf rein?

Innerhalb des Sicherheitsperimeters haben nur Anwohner, beruflich dort Tätige und Besucher mit einer Hotel-, Museums- oder Restaurantreservierung Zugang. Sie müssen einen speziellen „Pass Jeux“ vorweisen. Diesen Pass mit QR-Code haben bisher rund 230.000 Personen erhalten. Auch Athleten und Zuschauer mit Tickets sowie vom Olympischen Komitee akkreditierte Personen haben Zutritt – allerdings nicht ohne gründliche Sicherheitskontrollen wie Durchsuchungen und Abtastungen.

Der Zugang während der Spiele

Vom 18. bis 26. Juli umgeben sogenannte „graue und rote Zonen“ die Wettkampfstätten. Der Zutritt zur grauen Zone, auch „SILT“ genannt, ist für motorisierte Fahrzeuge streng geregelt und nur mit Ausnahmen, etwa für Notfallfahrzeuge, erlaubt. In der roten Zone dürfen nur autorisierte Personen mit entsprechenden Nachweisen motorisierte Fahrzeuge nutzen, während Fußgänger und Radfahrer freien Zugang haben.

Kontrollmaßnahmen

Während der ersten 24 Stunden gibt es „pädagogische Kontrollen“ mit einer gewissen Nachsicht für Anwohner und Berufstätige in der grauen Zone. Eine beschleunigte Prozedur zur Ausstellung des Passes ist eingerichtet, mit einer nachträglichen administrativen Überprüfung, um den Zugang innerhalb weniger Stunden zu ermöglichen.



Welche Bereiche sind betroffen?

Fast alle Uferbereiche der Seine innerhalb von Paris sind vom Sicherheitsring betroffen – vom Pont de Tolbiac (12. und 13. Arrondissement) bis zum Pont du Garigliano (15. und 16. Arrondissement). Zwischen dem Pont d’Austerlitz und der Passerelle Debilly sind alle Überquerungen des Flusses in den Sicherheitsbereich eingeschlossen.

Die Zone erweitert sich vom Place du Trocadéro bis zum Champ de Mars, wo am 26. Juli feierliche Zeremonien stattfinden. Auch die Île Saint-Louis, die Île de la Cité und der Jardin des Tuileries gehören zum Sicherheitsbereich.

Verkehrseinschränkungen

Die U-Bahn-Stationen Concorde, Tuileries, Cité, Quai de la Rapée, Trocadéro, Passy, Châtelet, Alma-Marceau, Pont Neuf und Pont Marie sind ab Donnerstag und bis zum 26. Juli geschlossen. Die Station Champs-Élysées-Clemenceau schließt ab dem 20. Juli. Am 26. Juli wird nahezu die gesamte Linie 6 der Metro sowie alle Stationen in der Nähe der Seine-Ufer unzugänglich sein, und auch die Bushaltestellen in dieser Zone werden nicht bedient.

Dauer der Sicherheitsmaßnahmen

Die SILT-Perimeter werden von der Polizeipräfektur vom 18. bis 26. Juli eingerichtet, um die Vorbereitungen für die Eröffnungszeremonie zu ermöglichen. Am 26. Juli werden 10.500 Athleten aus 206 Delegationen auf der Seine defilieren – ein sechs Kilometer langer Zug von Schiffen vom Pont d’Austerlitz bis zum Pont d’Iéna.

Nützliche Anwendungen

Eine Karte, die alle verkehrsbezogenen Auswirkungen der Sicherheitszonen darstellt, ist auf der Website anticiperlesjeux.gouv.fr verfügbar. Hier können Anwohner und Besucher ihre Routen testen und anpassen. Zudem ist die digitale Plattform zur Ausstellung des „Pass Jeux“, einer Art QR-Code, der den Zugang zu bestimmten Zonen ermöglicht, unter pass-jeux.gouv.fr erreichbar.


Klingt ganz schön komplex, oder? Die umfangreichen Maßnahmen mögen wie ein Hindernis erscheinen, aber sie sind entscheidend für die Sicherheit eines solchen Mega-Events. Würden diese Maßnahmen auch in anderen Städten funktionieren?

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