Die Welt des Eiskunstlaufs steht unter Schock: Der Kreml hat bestätigt, dass sich die russischen Paarlauf-Weltmeister von 1994, Jewgenija Schischkowa und Wadim Naumow, an Bord des American-Airlines-Fluges befanden, der in den Potomac River nahe Washington, D.C. stürzte.
Ein tragisches Ende für zwei Ikonen des Sports – und für viele andere Passagiere, darunter weitere russische Staatsbürger und Mitglieder der internationalen Eiskunstlauf-Community.
Offizielle Bestätigung aus Moskau
Dmitri Peskow, Sprecher des Kremls, äußerte sich am Donnerstag zu den traurigen Nachrichten aus den USA:
„Leider bestätigt sich diese tragische Information. Neben den beiden ehemaligen Weltmeistern waren auch andere russische Staatsbürger an Bord. Es sind traurige Nachrichten aus Washington. Wir sprechen den Familien und Freunden unser tiefstes Beileid aus.“
Wie viele Menschen insgesamt ums Leben kamen, ließ Peskow offen.
Schischkowa und Naumow, die in den 1990er-Jahren zu den besten Eiskunstläufern der Welt gehörten, arbeiteten zuletzt als Trainer beim Skating Club of Boston. Ihr Sohn, Maxim Naumov, ist ein erfolgreicher Eiskunstläufer für die USA.
Rettungskräfte kämpfen gegen die eisigen Fluten
Während die Welt um die Opfer trauert, läuft am Potomac River ein Wettlauf gegen die Zeit. Hunderte Einsatzkräfte durchsuchen das eisige Wasser nach möglichen Überlebenden.
Bilder zeigen Boote um die teils versunkene Tragfläche des Flugzeugs und das zerfetzte Wrack des Rumpfes. Hubschrauber kreisen über der Absturzstelle, ihre Suchscheinwerfer durchkämmen die trüben Fluten. Am Ufer reiht sich eine lange Kette blinkender Einsatzfahrzeuge aneinander.
Die Wassertemperatur? Nur knapp über dem Gefrierpunkt – ein tödlicher Feind für jeden, der es nicht sofort aus dem Wrack schaffte.
Entsetzen in der internationalen Eiskunstlauf-Community
Der internationale Eiskunstlaufverband ISU zeigte sich bestürzt über den Verlust:
„Die weltweite Eiskunstlauf-Familie ist tief erschüttert über diese Tragödie. Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen. Eiskunstlauf ist mehr als nur ein Sport – er ist eine eng verbundene Gemeinschaft, und in diesen schweren Zeiten stehen wir zusammen.“
Auch der amerikanische Verband U.S. Figure Skating bestätigte, dass sich mehrere Mitglieder der Eiskunstlauf-Szene an Bord befanden. Die Gruppe kehrte von einem Entwicklungscamp zurück, das nach den US-Meisterschaften in Wichita stattgefunden hatte.
„Wir sind zutiefst erschüttert von dieser unvorstellbaren Tragödie. Unsere Herzen sind bei den Familien der Opfer.“
Die Organisation kündigte an, weitere Informationen zu veröffentlichen, sobald diese verfügbar sind.
Ein Schock für den Sport – und für die Angehörigen
Dieser Absturz reißt nicht nur zwei Legenden aus dem Leben, sondern trifft eine ganze Sportgemeinschaft mitten ins Herz. Werden die Überlebenden gefunden? Werden Familien in den kommenden Tagen die schlimmsten Nachrichten ihres Lebens erhalten?
Während Retter in der Eiseskälte weitersuchen, bleibt nur das Hoffen – auf Antworten, auf Trost, auf ein Wunder.
Artikel: C. Hatty
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