Ab sofort müssen Restaurants ihren Kunden ein “Doggy Bag” anbieten

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Seit Donnerstag, dem 1. Juli, sind Restaurants verpflichtet, ihren Kunden Behälter zum Mitnehmen der nicht verzehrten Reste zur Verfügung zu stellen. Der “Doggy Bag” ist nun offiziell in den Restaurants Frankreichs angekommen.

Keine Verschwendung mehr. Ab dem 1. Juli sind Restaurants verpflichtet, ihren Kunden wiederverwendbare oder recycelbare Behälter anzubieten, um die unverzehrten Reste ihrer Mahlzeit mit nach Hause zu nehmen. Diese Initiative wurde in das Landwirtschafts- und Lebensmittelgesetz aufgenommen, um die Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen, meldet Le Figaro.

Der sogenannte “Doggy Bag”, der den Restaurants vom Gesetzgeber bereits seit 2011 dringend empfohlen wird, soll die Menge der weggeworfenen, verschwendeten Lebensmittel weiter reduzieren. Tatsächlich sind die Lebensmittelabfälle in Restaurants fünfmal höher als in Privathaushalten.

Eine ungeliebte Sache
Das Anti-Verschwendungs-Werkzeug angelsächsischen Ursprungs muss sich erst noch in den Gewohnheiten der Franzosen etablieren. In den Vereinigten Staaten und Asien bereits eine Selbstverständlichkeit, kämpft der “Doggy Bag” in Frankreich noch darum, seinen Platz im täglichen Leben der Gastronomie zu finden. Wohl wegen seiner vermeintlich mangelnden Hygiene und seiner fehlenden Verankerung in der französischen Kultur, mein Le Figaro.

Eine Umfrage aus dem Jahr 2014 zeigt sogar, dass mehr als 15% der Befragten glauben, dass man als geizig gilt, wenn man nach einem “Doggy Bag” fragt. Aber diese neue gesetzliche Verpflichtung könnte durchaus dazu führen, dass sich die Meinung der Franzosen ein wenig schneller zugunsten dieser Anti-Verschwendungs-Praxis entwickelt.


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