Anti-Covid-19-Impfung für alle: “Nicht sofort”, antwortet Emmanuel Macron

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Präsident Macron will die Impfkampagne für einige Wochen noch nicht für alle öffnen sondern weiterhin priorisieren.

Emmanuel Macron will die Impfung gegen Covid-19 nicht sofort auf alle Franzosen über 18 ausweiten. Obwohl inzwischen täglich viele Dosen Impfstoff verfügbar sind, will das Staatsoberhaupt weiterhin nach Alter priorisieren.

Emmanuel Macron, der sich in einem langen Interview in der regionalen Presse äußerte, will die Grundzüge des Impfschemas gegen Covid-19 nicht ändern. Er plant aber, dass alle Franzosen, die es wünschen, bis zum Ende des Sommers geimpft werden können.

Seit einigen Tagen werden jedoch Stimmen laut, die Altersgrenzen abzuschaffen und jetzt alle Franzosen zu impfen, die es wollen. Der Staatschef jedoch erklärt: “Wir können den Betrieb unserer 1.700 Impfzentren optimieren. Wir werden weiterhin nach Alter priorisieren, da dies am effektivsten ist. Die Impfung der am meisten gefährdeten Personen reduziert den Druck auf die Krankenhausdienste”.

Es sei keine Frage der Impfstoffvorräte: “Wir haben Dosen auf Lager”, erklärt Emmanuel Macron. In Frankreich sind inzwischen vier Impfstoffe erhältlich: Pfizer, BioNTech, AstraZeneca und Johnson & Johnson.

Die über 18 Jahre alten mit Übergewicht von Samstag an
Derzeit steht die Impfung allen Menschen über 55 Jahren offen. Ab Samstag, 1. Mai, können sich jedoch auch übergewichtige Menschen über 18 Jahren impfen lassen. Voraussetzung ist ein BMI (Body-Mass-Index) von mehr als 30. “Ich lade die 2,3 Millionen betroffenen Franzosen ein, ab diesem Wochenende zu den Impfzentren zu gehen”. Übergewichtige Menschen über 50, deren BMI laut Weltgesundheitsorganisation gleich oder größer als 30 ist, wurden bei der Impfung bereits bevorzugt behandelt.

Die nächste Stufe der Impfung wird Mitte Mai mit der Öffnung für alle Menschen über 50 stattfinden.

In den letzten Tagen sahen sich mehrere Impfzentren aufgrund von Absagen von Impflingen mit einem teilweise großen Übervorrat an Impfstoffen konfrontiert, insbesondere nach den Zweifeln, die letztlich um den Impfstoff von AstraZeneca entstanden sind. In Calais und Nizza mussten Impfzentren sogar ein Wochenende lang ihre Türen schließen, weil es an Impfwilligen mangelte.

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