AstraZeneca: Zwei neue Fälle von Thrombose, darunter ein Todesfall

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Insgesamt hat die französische Arzneimittelbehörde bei mehr als 3.855.000 Injektionen des anglo-schwedischen Impfstoffs, die in Frankreich verabreicht wurden, 30 Fälle von seltenen Thrombosen registriert, darunter 9 Todesfälle.

Zwei neue Fälle von atypischer Thrombose, darunter ein Todesfall, traten in Frankreich zwischen dem 23. und 29. April im Zusammenhang mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca auf. Dies geht aus einer am Freitag, dem 7. Mai, veröffentlichten Erklärung der französischen Arzneimittelbehörde (ANSM) hervor. Seit Beginn der Impfung mit diesem Impfstoff sind in Frankreich 30 Fälle von seltenen Thrombosen aufgetreten, darunter 9 Todesfälle, bei mehr als 3.855.000 durchgeführten Injektionen (Stand: 29. April).

Bei diesen beiden neuen Fällen handelt es sich um Frauen in den Sechzigern und Siebzigern, die eine zerebrale Venenthrombose hatten, von denen eine an einer assoziierten Thrombopenie, einen Mangel an Blutplättchen, litt. Die beiden Fälle wurden der Europäischen Arzneimittelbehörde gemeldet, so die ANSM. Die Verwendung des Impfstoffs Vaxzevria von AstraZeneca ist ab dem 19. März 2021 Menschen über 55 Jahren vorbehalten.

“Die ANSM untersuchte auch die Nebenwirkungen des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech im Zeitraum vom 16. bis 29. April. Nach der Meldung von 6 neuen Fällen von akuter Pankreatitis, einschließlich eines Todesfalls in diesem Zeitraum, wurden alle seit Beginn der Impfung gemeldeten Fälle überprüft.

Die Analyse der insgesamt 15 gemeldeten schweren Fälle (14 mit günstigem Ausgang und 1 Todesfall) von akuter Pankreatitis zeigt, dass sie in fast einem Drittel der Fälle bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Pankreas- oder Gallengangspathologie auftraten. Diese Ereignisse stellen ein “potenzielles Signal” dar, das auf europäischer Ebene untersucht wird, sagt die ANSM.

Unter den Nebeneffekten, die bereits überwacht werden, bestätigt die Analyse zwei neue Fälle des Guillain-Barré-Syndroms (eine neurologische Erkrankung, auch bekannt als akute Polyradikuloneuritis), womit sich die Gesamtzahl seit Beginn der Impfung auf sieben Fälle erhöht hat.

Insgesamt wurden bis zum 29. April mehr als 15.813.000 Injektionen mit diesem Impfstoff des amerikanischen und deutschen Herstellers Pfizer-BioNTech verabreicht.

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