Cambrai: Operation “tote Stadt” als Protest gegen die Einführung des Gesundheitspasses

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Rund 60 Ladenbesitzer werden am Samstag in Cambrai (Nordfrankreich) ihre Türen schließen, um gegen die Verpflichtung zur Kontrolle des Gesundheitspasses zu protestieren.

Sie wollen ihren Widerstand gegen die Pflicht zur Vorlage des Gesundheitspasses in ihren Betrieben deutlich machen. Zwischen 60 und 70 Geschäftsinhaber, vor allem Betreiber von Restaurants, Bars oder Fitnessstudios, wollen am Samstag in Cambrai (Nordfrankreich) ihre Betriebe nicht öffnen.

Dieser “Tag der toten Stadt” wurde vor einer Woche beschlossen, wie der L’Observateur du Cambrésis berichtet. Denn ab dem 9. August müssen dort die Ladenbesitzer, wie überall in Frankreich, ihre Kunden kontrollieren. Der Verfassungsrat hat am Donnerstag die gesetzlichen Bestimmungen zur Einführung des Gesundheitspasses bestätigt.

Für die Initiatoren der Bewegung hat dieses Instrument mit Sicherheit schädliche Folgen für ihre lokalen Unternehmen. “Die Zeit, die mit dem Scannen des QR-Codes verbracht wird, bedeutet weniger Zeit für die Bedienung der Kunden. Wir werden Zeit und Kunden verlieren. Wir werden also Umsatzeinbußen erleiden, oder wir werden neue Mitarbeiter für die Kontrollen einstellen müssen”, so ein Restaurantbesitzer gegenüber der örtlichen Wochenzeitung.

In dieser Stadt in Nordfrankreich werden rund um den 15. August zahlreiche Feierlichkeiten organisiert. Es ist zu befürchten, dass die Besucherzahlen bei diesem für den Umsatz so wichtigen Ereignis zurückgehen werden.

Daher werden die Türen bei den rund 60 Betrieben im Stadtzentrum mit dem Slogan “Werfen den QR in den Müll” geschlossen bleiben. “Wir sind nicht für oder gegen die Impfung, das ist nicht die Debatte”, erklären Morgan Sedrue und Frédéric Darras, die Organisatoren des Protesttages. “Wir wollen lediglich ein Zeichen setzen für die Zwänge, die dieses System schafft”.


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