Covid-19: 300 Millionen Euro an 15.000 Restaurantbesitzer von Axa France ausgezahlt

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Der Versicherungskonzern Axa gab am Donnerstag bekannt, dass er 15.000 seiner Restaurantkunden Auszahlungen von insgesamt 300 Millionen Euro zukommen lassen wird, um einen Teil ihrer durch Covid-19 entstandenen Verluste aufzufangen.

“Wir wollen unsere Restaurantkunden nach der Pandemie begleiten, es ist wichtig, Schwierigkeit und juristische Unklarheiten, die wir im Fall der Restaurantbesitzer erlebt haben, jetzt hinter uns zu lassen. Diese Lösung ist keine Entschädigung, sondern eine Transaktion”, sagte Thomas Buberl, CEO der Axa-Gruppe, auf Europe 1 und bestätigte damit einen Bericht in Le Parisien.

“Wir bieten eine Transaktion für viele Menschen an, die um nichts gebeten haben, sogar Menschen, die (vor Gericht) verloren haben, haben jetzt das Recht auf diese Transaktion”, fügte der Versicherer hinzu.

1.500 Gerichtsverfahren
Mehrere hundert Restaurantkunden der Axa haben den Versicherer in den letzten Monaten vor Gericht gebracht, mit gegensätzlichen Entscheidungen, aber insgesamt mit mehr Niederlagen für den Versicherungskonzern. Bislang wurden gegen das Unternehmen rund 1.500 Gerichtsverfahren angestrengt.

“Ich bedauere alles, was passiert ist, denn wir waren durch ein Missverständnis mit den Restaurantbesitzern zerstritten. Wir haben gesehen, dass die Berufungsgerichte durchaus gegensätzlich entschieden haben. Wir wollen das alles aber jetzt hinter uns lassen”, betonte CEO Thomas Buberl.

“Axa hat 100 Millionen Kunden, für 15.000 von ihnen legen wir 300 Millionen auf den Tisch, das ist wirklich eine große Summe”, betonte er und präzisierte, dass die Agenten der Gruppe nun vor Ort arbeiten werden, um die Bedürfnisse jedes Kunden zu ermitteln.

Erste Zahlung ab Juni
Die ersten Zahlungen sollen ab Juni einsetzen und sich bis Ende September hinziehen, präzisierte gegenüber der Agentur AFP Patrick Cohen, der neue Generaldirektor von Axa Frankreich.

Mit dem Ausbruch der Covid-19-Krise mussten viele Geschäfte und Hotel- und Gaststättenbetriebe wegen der Gesundheitsmaßnahmen monatelang schließen.

Diejenigen, die gehofft hatten, dass ihre geschäftlichen Verluste von ihren Versicherern gedeckt würden, erlebten eine bittere Enttäuschung, da die meisten Versicherer erklärten, dass sie Verluste im Zusammenhang mit eine Pandemie nicht abdecken würden. Eine solche Interpretation der Verträge und des Kleingedruckten wurde insbesondere von Restaurantbesitzern vielfach angefochten.


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