Covid-19: Abgeordnete schlägt “Gesundheitspass” vor, um den Tourismus anzukurbeln

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Wird der Gesundheitspass kommen?

Mehrere europäische Länder erwägen die Einführung eines Dokuments, das nicht nur die Impfung, sondern auch die Durchführung mehrerer Screening-Tests nachweisen würde. In Frankreich führt die Abgeordnete Pascale Fontenel-Personne diesen Kampf an.

Die in der Region Sarthe gewählte Abgeordnete Pascale Fontenel-Personne hat ihre gesamte Karriere im Tourismus verbracht. Sie beklagt, dass wegen der Covid-19-Epidemie “80% der Ausländer nicht mehr nach Frankreich kommen”. “Das kann nicht so bleiben”, insisitiert die Abgeordnete, die eine Frage stellt: “Konnten die geimpften Ausländer nicht früher zurückkommen?”

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Tipp der Redaktion

Heute sind die Außengrenzen der Europäischen Union für Touristen geschlossen. Nur Reisen aus zwingenden Gründen sind erlaubt. Pascale Fontenel-Personne will eine Rückkehr zur Normalität und die Bewegungseinschränkungen allmählich aufheben. Sie schlägt daher vor, über einen “Gesundheitspass” nachzudenken.

Mischung aus serologischem Test und PCR
“Gesundheit”, nicht “Impfung”: Es ist alles eine Frage der Wortwahl. Der Impfpass würde bedeuten, dass nur diejenigen, die geimpft sind, das Recht haben, nach Belieben zu kommen und zu gehen. Davon will die Regierung im Moment nichts hören. Im Januar sagte der Gesundheitsminister, dass die Debatte erst “in ein paar Monaten” möglich sein wird, wenn jedem eine Injektion angeboten worden sein wird.

Der Gesundheitspass ist etwas anderes. Es ist eine Mischung aus mehreren Dingen. Der Impfstoff, aber auch der serologische Test – der Ihnen sagt, ob Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt gegen Covid-19 immun sind – und der PCR-Test von weniger als 72 Stunden, der heute bei der Einreise nach Frankreich verlangt wird und der bereits eine Art Gesundheitspass ist.

Pascale Fontenel-Personne bittet daher die Regierung, ihr ein Mandat oder eine Mission zu erteilen, um alle Optionen zu untersuchen: “Wie nennen wir es, was genau schreiben wir hinein, wie setzen wir es ein, muss es ein Papierdokument sein oder in einer App enthalten sein, was denken die Akteure im Tourismus, im Verkehr, die Bürger darüber?”

Die Regierung sagt “warum nicht”
Eine große Anzahl von Zuschriften und anfragen erreichen bereits das Büro der Abgeordneten. “Ich habe genug, um das Büro des Premierministers, das Büro für auswärtige Angelegenheiten und das Gesundheitsamt zu versorgen”, sagt Pascale Fontenel-Personne.

Ein Austausch zwischen der Abgeordneten und dem Gesundheitsministerium hat bereits stattgefunden. “Wir sind nicht gegen die Schaffung dieser Mission, und wenn es nur darum geht, um klarer zu sehen und uns besser zu organisieren, egal wie die Entscheidung danach ausfällt”, vertraut ein Regierungsberater Franceinfo an.

Das Gesundheitsministerium will dabei vorerst nicht an vorderster Front stehen, um die Botschaft nicht zu verwischen. Und um nicht den Eindruck zu erwecken, dass die Debatte bereits erledigt ist, wenn es doch darum geht, eine Debatte zu eröffnen.


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