Covid-19: Der Gesundheitsnotstand wird ab Samstag in ganz Frankreich ausgerufen.

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Emmanuel Macron soll am heutigen Mittwochabend in einem Interview mit Anne-Sophie Lapix (France 2) und Gilles Bouleau (TF1) neue Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie ankündigen.

Die Nachricht kam einige Minuten vor der Fernsehintervention von Emmanuel Macron. Am Mittwoch wurde dem Ministerrat ein Erlass vorgelegt, der den gesundheitlichen Notstand in ganz Frankreich von Freitag, 16., Mitternacht, bis Samstag, 17. Oktober, ausruft. “Die Covid-19-Epidemie ist eine Gesundheitskatastrophe, die aufgrund ihrer Art und Schwere die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet. Sie rechtfertigt die Ausrufung des gesundheitlichen Notstands, damit Maßnahmen ergriffen werden können, die streng proportional zu den eingegangenen Gesundheitsrisiken und den zeitlichen und örtlichen Umständen sind”, berichtet der Ministerrat im Einzelnen.

Während die Schwelle von 1.500 Patienten, die wegen einer Covid-19-Infektion auf Intensivstationen behandelt wurden, am Montag zum ersten Mal seit dem 27. Mai wieder überschritten wurde, spricht Emmanuel Macron um 19.55 Uhr in einem von Anne-Sophie Lapix (France 2) und Gilles Bouleau (TF1) geführten Interview. Zu diesem Anlass bietet franceinfo (Kanal 27) ab 19.00 Uhr eine Sonderausgabe an, die Sie auch auf der Website franceinfo.fr einsehen können.

Die Möglichkeit einer Ausgangssperre. Neue gezielte Restriktionen, nächtliche Ausgangssperren, örtliche Einschränkungen: Die verschiedenen Bestimmungen wurden am Dienstag vom Staatsoberhaupt und den von der Krise betroffenen Ministern bei einem Rat für Gesundheitsschutz im Elysée-Palast diskutiert.

Frankreich ist eines der am stärksten betroffenen Länder. Allein in der vergangenen Woche verzeichnete das Land etwa 115.000 bestätigte Fälle von Coronavirus-Kontamination, davon allein fast 27.000 am vergangenen Samstag. Ein absoluter Rekord seit Beginn der Epidemie im März. Die Exekutive ist besonders besorgt über die Verschlechterung der Situation in der Region Ile-de-France, wo die Rate positiver Testergebnisse bei fast 17% liegt und wo 42% der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind, was zur Verlegung nicht lebenswichtiger Operationen führt.

Neun Metropolen in Höchstalarmzonen. Angesichts des Wiederaufflammens der Epidemie befinden sich Aix-Marseille, Paris, Lyon, Grenoble, Saint-Etienne, Lille, Toulouse und Montpellier sowie Guadeloupe nun in höchster Alarmbereitschaft, wobei Bars geschlossen sind und in den Restaurants strenge Vorschriften gelten. Bislang haben diese Maßnahmen keine offensichtlichen Auswirkungen auf die Indikatoren der Epidemie gehabt.


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