Covid-19-Impfstoffe: Bericht über unerwünschte Nebenwirkungen seit Beginn der Kampagne

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Die Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM) veröffentlichte diesen Freitag ihren Bericht über die Analyse der Nebenwirkungen von Impfstoffen seit Beginn der Impfungen in Frankreich.

Im Rahmen der Impfkampagne gegen Covid-19 hat die französische Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM) alle regionalen Pharmakovigilanz-Zentren (CRPV) für eine verstärkte Überwachung der Nebenwirkungen von in Frankreich verabreichten Impfstoffen mobilisiert.

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Tipp der Redaktion

Die ANSM hat nun ihre ersten Ergebnisse zu den festgestellten Nebenwirkungen geliefert.

Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer
Der bisher am häufigsten verschriebene Impfstoff von BioNTech und Pfizer verursachte zwischen dem 27. Dezember und dem 18. Februar 5.331 Fälle von bekannten Nebenwirkungen bei 3.330.296 Injektionen dieses Impfstoffs in Frankreich (Stand: 18. Februar). Es wurden auch 169 Todesfälle gemeldet, “aber die aktuellen Daten lassen nicht den Schluss zu, dass sie mit der Impfung in Verbindung stehen”, so die ANSM. Die Analyse der jüngsten Pharmakovigilanzdaten ergab eine große Anzahl von grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Myalgie, Schüttelfrost) nach der zweiten Dosis. Dies stimmt mit den Beobachtungen aus den Daten der klinischen Impfstoffstudien von BioNTech und Pfizer überein.

75 schwere Fälle von Bluthochdruck. Daher sollte bei allen Symptomen, die auf Bluthochdruck hindeuten (Unwohlsein, Kopfschmerzen, Schwindel, …), eine Blutdruckkontrolle zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Erwägung gezogen werden.

Bisher wurden auch 56 schwere Fälle von Herzrhythmusstörungen beobachtet. Außerdem wurden 10 Fälle von Gesichtslähmung gemeldet.

Der Impfstoff von Moderna
Seit dem 22. Januar wurden 148 Fälle von unerwünschten Nebenwirkungen gemeldet, darunter 9% schwere Fälle. Insgesamt haben seit dem 22. Januar fast 129.510 Menschen in Frankreich mindestens eine Dosis des Moderna-Impfstoffs erhalten. Eine Person ist nach der Injektion gestorben. Bei den als “nicht schwerwiegend” eingestuften Fällen zeigt die Analyse der Pharmakovigilanzdaten Hautirritationen, Muskel-Probleme, Gastroenteritis und leichte Störungen des Nervensystems.

Die vier bekannten schweren Fälle führten zu Krampfanfällen, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall und in einem Fall zum Tod.

Der Impfstoff von AstraZeneca
971 Fälle von Nebenwirkungen wurden vom 6. bis 18. Februar 2021 gemeldet und analysiert. Von den gemeldeten Fällen waren 93% Fälle von grippeähnlichen Erkrankungen, von denen die Mehrzahl (72%) innerhalb von 24 Stunden auftrat.

Wie bei den anderen Impfstoffen zeigt die Analyse der Daten, dass die unerwünschten Nebenwirkungen meist mit Störungen des Nervensystems, gastroenterischen Syndromen, Herzproblemen und Hautirritationen zusammenhingen. Von den bisher insgesamt vier beobachteten schweren Fällen, die der ANSM gemeldet wurden, führte einer zu einem Schlaganfall und einer zum Tod der geimpften Person.


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