Covid-19-Impfkampagne: Kann ein Minderjähriger die Impfung verweigern?

166

Die Impfung gegen Covid-19 ist für Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren ab heute möglich. Die Impfung unterliegt der Zustimmung der Eltern. Allerdings können Eltern ihre Kinder nicht zur Impfung zwingen.

Eine heikle Phase der Impfkampagne gegen Covid-19 beginnt diesen Dienstag, 15. Juni, mit der Impfung für Menschen unter 18 Jahren. Alle Kinder zwischen 12 und 17 Jahren haben nun die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, wenn beide Elternteile zustimmen. Die einzige Ausnahme: “Jugendliche, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 ein pädiatrisches multisystemisches Entzündungssyndrom (PIMS) entwickelt haben, für die eine Impfung nicht empfohlen wird”. Es gibt jedoch einige Fälle, die Fragen aufwerfen, insbesondere wenn der Jugendliche alle Impfungen verweigert.

Zur Erinnerung: Die Impfung gegen Covid-19 ist in Frankreich nicht obligatorisch. Im Rahmen der Impfung von Minderjährigen wird es in der Tat erforderlich sein, dass auch der betreffende Jugendliche sein Einverständnis zur Impfung gibt.

Die Impfkommission hat sich zu diesem Thema geäußert. Sie fordert als einen ersten Schritt im Impfprozess ein vorbereitendes Gespräch, bei dem die Minderjährigen “klare, ihrem Alter angepasste Informationen über die mit der Krankheit verbundenen Unsicherheiten, über den Impfstoff selbst und über seine mittel- und langfristige Wirksamkeit sowie über zusätzliche Mittel zur Vorbeugung der Krankheit, insbesondere die zwingende Beachtung von Barrieregesten” erhalten.

Der junge Impfkandidat muss dann seine “freie und informierte Zustimmung” geben.

Es ist daher verboten, einen Minderjährigen zur Impfung zu zwingen – auch wenn die Eltern die Impfung für ihr Kind wünschen.


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere doch unseren Newsletter!





Ein exklusives Angebot für unsere Leser.
Weil du es uns wert bist!

Tipp der Redaktion