Covid-19-Impfung: Moderna darf jetzt in den Apotheken verimpft werden

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Auch Apotheken werden Impfungen mit dem Impfstoff von Moderna vornehmen können

Der Moderna-Impfstoff kann jetzt von Apothekern und Allgemeinmedizinern verabreicht werden. Mehrere zehntausend Einrichtungen haben 300.000 Dosen erhalten, um diese neue Phase der französischen Impfstrategie zu starten.

In der französischen Impfkampagne gegen Covid-19 wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen: Seit Montag, 24. Mai, sind nun auch Apotheken, Drogerien und Allgemeinmediziner berechtigt, den Moderna-Impfstoff zu verabreichen.

Bislang wurden nur AstraZeneca und Johnson & Johnson in Apotheken und Hausarztpraxen verabreicht. Die beiden Adenovirus-Vektor-Impfstoffe wurden jedoch von vielen ansonsten impfwilligen Menschen weitgehend gemieden, unter anderem wegen vermuteter Thrombosefälle. In den letzten Wochen ist ein allmählicher Rückgang der Impfungen in den Apotheken zu beobachten, wegen einer steigenden Abneigung gegen den Impfstoff von AstraZeneca. Durch den Einsatz des Impfstoffes von Moderna hoffen die Gesundheitsbehörden nun, die Impfungen in Apotheken wieder ankurbeln zu können.

Ein weiterer Grund ist: Während AstraZeneca nur für Personen über 55 Jahren empfohlen wird, gibt es für den Moderna-Impfstoff keine Einschränkungen. Dies ist umso wichtiger, als ab nächster Woche die Impfung für alle Erwachsenen in Frankreich offen ist. Moderna wird damit der am zweithäufigsten verabreichte Impfstoff im Land sein.

Zielsetzung: mindestens 600.000 Injektionen pro Tag
Die Ankunft von Moderna in den Apotheken und Arztpraxen wird insgesamt das Tempo der Impfkampagne in Frankreich beschleunigen. Bisher werden im Durchschnitt fast 519.200 Dosen pro Tag verabreicht, alle Impfstoffe zusammengenommen.

Allerdings wird sich das Tempo in den Apotheken zunächst in Grenzen halten: Mehrere zehntausend Apotheken in Frankreich werden für diese erste Woche gerade mal 300.000 Dosen Impfstoff erhalten, das ist gerade mal genug, um jede Woche etwa 12 Personen zu impfen. Dies soll sich aber ab Ende des Monats deutlich beschleunigen.
Für impfwillige Erwachsene ist es immer noch notwendig, mit dem Apotheker oder dem Hausarzt einen Termin zu vereinbaren.


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