Covid-19: Impfung von Minderjährigen, der Schlüssel zur Herdenimmunität?

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Frankreich hat sich noch nicht für die Impfung von Jugendlichen gegen Covid-19 entschieden. Laut einer Studie des Pasteur-Instituts wäre dies allerdings notwendig, um eine Herdenimmunität zu erreichen.

Eine Impfung der unter 18-Jährigen ist vorerst nicht Teil der französischen Impfstrategie, scheint aber unerlässlich, um eine kollektive Immunität zu erreichen. Nach einer Studie des Pasteur-Instituts wäre es notwendig, dass 90% der Erwachsenen geimpft sind, um ein normales Leben zu führen, was heute als ziemlich unrealistisch erscheint. Diese Immunität könnte schneller erreicht werden, wenn Kinder und Jugendliche geimpft würden, was auch ältere Menschen schützen könnte. “Es besteht die Gefahr, dass Kinder ein Übertragungsvektor bleiben”, sagt Jean-Stéphane Shersin, Wissenschaftler am Nationalen Institut für mathematische Wissenschaften gegenüber France 2.

Kanada hat den Sprung gewagt
Am Mittwoch, dem 5. Mai, hat Kanada den Schritt getan, die Impfung für Kinder ab 12 Jahren zuzulassen. Die Vereinigten Staaten könnten bald nachziehen. Sie stützen sich dabei auf vielversprechende Studien von BioNTech/Pfizer. Eine der Herausforderungen wird sein, die Jüngsten von der Notwendigkeit einer Impfung zu überzeugen. Aber auch wenn die Impfstrategie auf jüngere Menschen ausgedehnt wird, kann dies bestenfalls am Ende des Sommers beginnen, wenn die meisten Erwachsenen geimpft sind.

 

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