Covid-19: Nur 25% der Impfstoffdosen von AstraZeneca wurden in Frankreich verwendet.

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In einer Serum-Herstellungsanlage in Italien wurden 30 Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca entdeckt.

Viele Mitglieder der Pflegeberufe, die derzeit für diesen Impfstoff vorgesehen sind, haben eine Impfung bislang abgelehnt. Zum Teil wegen der beobachteten Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen, die sich meist als starke grippeähnliche Symptome manifestieren.

Unbenutzte Bestände des Impfstoffs Covid-19: Nur 25 Prozent der in Frankreich erhaltenen Dosen von AstraZeneca wurden verwendet, sagte das Gesundheitsministerium am Dienstag, dem 2. März, und räumte ein, dass es ein “Problem” bei der Verwendung des Impfstoffs in Krankenhäusern gebe. “Bei AstraZeneca gibt es eine besondere Situation: Wir waren am Sonntagabend bei 24-25% des Vorratsverbrauchs”, verglichen mit fast 70% im Durchschnitt für die anderen verfügbaren Impfstoffe, wurde von dem Ministerium während eines wöchentlichen Impfstoff-Updates mitgeteilt.

Von den ersten 600.000 Dosen dieses Impfstoffs, die Anfang Februar an Gesundheitseinrichtungen für Pflegepersonal unter 65 Jahren und Risikopersonen zwischen 50 und 64 Jahren geliefert wurden, “mussten wir feststellen, dass wir noch etwa 75% der Bestände haben, die nicht injiziert wurden”, fügt dieselbe Quelle hinzu.

Andererseits führte die Verteilung an die Allgemeinmediziner ab letztem Donnerstag zu einer hohen Akzeptanz in den ersten Tagen, so das Ministerium, und fügte hinzu, dass dieser Verbrauch nach der Ankündigung des Gesundheitsministers vom Montagabend, den Einsatz dieses Impfstoffs auf Menschen im Alter von 65 bis 75 Jahren mit Vorerkrankungen auszuweiten, noch zunehmen dürfte.

Die Änderung der Impfstrategie basiert auf einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme der Haute Autorité de santé (HAS), die neue Studien in Großbritannien berücksichtigte, die zeigen, dass der Impfstoff von AstraZeneca zur Reduzierung von Krankenhausaufenthalten auch bei älteren Menschen führt.

“Jetzt, wo wir gute Nachrichten von AstraZeneca haben, ist es zwingend notwendig, dass dieser Impfstoff vollständig in die Impfstrategie integriert wird”, sagte das Gesundheitsministerium. Viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben den Impfstoff bisher nicht haben wollen, vor allem wegen der öfter auftretenden Nebenwirkungen, hiess es. Es sind auch Fragen über die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen die südafrikanische Variante des Coronavirus aufgekommen.


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