Covid-19: Was wissen wir über den Impfstoff von Johnson & Johnson?

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Die Zulassung des neuen Impfstoffs von Johnson & Johnson auch für Europa wird am 11. März erwartet.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson, der zu 80 bis 90% gegen schwere Formen von Covid-19 wirksam ist, benötigt nur eine einzige Dosis und ist leicht zu lagern. Er muss noch von der Europäischen Arzneimittelagentur genehmigt werden, die ihre Stellungnahme voraussichtlich am 11. März abgeben wird.

Nach denen von Pfizer-BioNTech, Moderna und AstraZeneca sollte bald ein vierter Impfstoff in Frankreich eintreffen. Es handelt sich um den Impfstoff des amerikanischen Labors Johnson & Johnson und seiner belgischen Tochtergesellschaft Janssen. Die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat am Abend des 27. Februar eine Notfallzulassung für diesen Impfstoff erteilt. Die Europäische Arzneimittelagentur dürfte in den kommenden Wochen ihr OK geben: Der Termin 11. März wird bereits als fix angesehen. Diese Zulassung würde die Impfkampagne in Frankreich deutlich beschleunigen.

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Tipp der Redaktion

Mehr als 80% wirksam gegen schwere Formen der Krankheit
Die Wirksamkeit dieses Impfstoffs variiert je nach Form der Erkrankung. Laut FDA oszilliert sie zwischen 80 und 90% gegen schwere Formen von Covid-19, fällt aber auf 66%, wenn man alle symptomatischen Formen mit einbezieht. Diese Raten sind niedriger als die der Impfstoffe von Moderna und Pfizer-BioNTech, zeigen aber immer noch eine sehr gute Wirksamkeit. Seine Wirkung gegen Varianten ist relativ: Ende Januar zeigte eine klinische Studie, dass er zu 57% gegen gegen die Variante aus Südafrika wirksam ist.

Eine einzige Dosis sollte ausreichen
Wie der Impfstoff von AstraZeneca erfordert auch der Impfstoff von Johnson & Johnson nur eine Dosis, aber weitere Studien laufen, um die Wirksamkeit mit einer zweiten Dosis zu bestimmen. Diese zweite Dosis würde die Dauer des Impfschutzes erhöhen. Das Inserm arbeitet an der klinischen Studie, die dies untersucht: 1200 französische Freiwillige nehmen daran teil.

Lagerung zwischen 2 und 8°C
Dies ist eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Impfstoff von AstraZeneca, die auch ein großer Vorteil ist: Er ist leicht zu lagern. Im Gegensatz zu den Impfstoffen von Pfizer und Moderna, die bei -70 bzw. -20 °C gelagert werden müssen, kann der Impfstoff von Johnson & Johnson zwischen 2 und 8 °C gelagert werden. Dadurch wird es möglich sein, ihn sich vom Hausarzt verabreichen zu lassen.

Verteilt ab Ende März oder Anfang April
Der Impfstoff von Johnson & Johnson sollte bis Anfang März zugelassen sein und ab Ende März oder Anfang April verteilt werden, sagte Industrieministerin Agnès Pannier-Runacher am Sonntag, dem 28. Februar. “Die Europäische Arzneimittelagentur ist dabei, alle von Johnson & Johnson zur Verfügung gestellten Informationen zu prüfen, um diesen Impfstoff auf den Markt bringen zu können”, sagte sie.

77 Millionen Dosen sind für Frankreich bestimmt
Die ministerin gab auch an, dass von den 600 Millionen Dosen Impfstoff, die bis Ende Juni in Europa erwartet werden, 77 Millionen für Frankreich bestimmt sein werden. All dies ist natürlich von den Lieferzeiten abhängig. Doch der französische Pharmakonzern Sanofi kündigte kürzlich an, seine Ressourcen dem Konkurrenten für die Produktion der Impfdosen zur Verfügung zu stellen. Dies kann helfen, Verzögerungen bei Lieferungen zu vermeiden.


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