Covid-19: Wie ist der Stand der Entwicklung der Epidemie? Kann Frankreich mit dem Weg aus dem Lockdown beginnen?

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Die Indikatoren zeigen, dass der Höhepunkt der zweiten Welle überschritten ist. Doch während die Zahlen rückläufig sind, bleibt die Inzidenzrate hoch, und in einigen Departements nehmen die Krankenhauseinweisungen noch immer zu.

“Der Höhepunkt der zweiten Welle der Epidemie ist überschritten”, freute sich der Präsident der Republik in seiner Rede am Dienstag, 24. November. Tatsächlich zeigen die von den Gesundheitsbehörden veröffentlichten Zahlen in den letzten Tagen eine echte Verbesserung. Während Frankreich seit fast einem Monat im Lockdown ist, sind die Kurven der hospitalisierten Covid-19-Patienten und die Inzidenzrate deutlich rückläufig. Bis zum Erreichen der von den Behörden festgelegten Schwellenwerte ist es jedoch noch ein weiter Weg, insbesondere aufgrund einer immer noch hohen Inzidenzrate und eines starken Gefälles zwischen den Departements. So hat Emmanuel Macron ein Ziel für das Ende des Lockdowns am 15. Dezember gesetzt, so soll die Zahl der positiven Fälle unter 5.000 pro Tag zu sinken. Am 21. November (nach den zuletzt veröffentlichten konsolidierten Daten) betrug der geglättete Durchschnitt der Zahl der täglichen Fälle über 7 Tage 14.600.

Weniger hospitalisierte Patienten
Die Zahl der hospitalisierten Covid-19-Patienten ist seit dem 16. November stetig zurückgegangen. Zu diesem Zeitpunkt waren mehr als 33.000 Betten mit Coronavirus-Patienten belegt, eine Zahl, die etwas höher ist als der Spitzenwert der ersten Welle (mehr als 32.000 Patienten am 14. April). Die letzte von Santé publique Frankreich veröffentlichte Zählung meldete am Dienstag, 24. November, 30.500 Patienten. Der Rückgang ist auch bei Patienten auf der Intensivstation zu beobachten. Während sich ihre Zahl am 16. November der Schwelle von 5.000 näherte, ist sie nun auf 4.200 gesunken. In seiner Rede legte Emmanuel Macron die Zahl der Patienten, die sich in einer Intensivstation befinden dürfen, auf einen Wert zwischen 2.500 und 3.000 als Bedingung für das Ende des Lockdowns am 15. Dezember fest.

Aber der Rückgang der Zahlen hat noch nicht in allen Gebieten begonnen. So nimmt die Zahl der hospitalisierten Patienten in den Alpes-de-Haute-Provence, Hautes-Alpes, Ardennen, Saône-et-Loire, Territoire de Belfort weiter zu. Und die Zahlen stabilisieren sich nur in einigen anderen, insbesondere in der Ardèche, in den Hautes-Pyrénées und an der Côte-d’Or.

Inzidenzrate immer noch hoch, aber stark rückläufig
Auch die Inzidenzrate, die der Zahl der positiven 7-Tage-Fälle pro 100.000 Einwohner entspricht, folgt einem deutlichen Abwärtstrend. Dieser Indikator erreichte am 2. November mit einem Wert von fast 500 seinen Höhepunkt. Seit diesem Datum ist die Zahl stetig zurückgegangen. Aber sie bleibt auf einem hohen Niveau: am 21. November liegt sie bei etwa 150. Die Projektion der Entwicklung der Inzidenzrate nach Altersgruppen zeigt, dass der Indikator bei den über 90-Jährigen besonders hoch bleibt: rund 570 am 21. November, nachdem er am 10. November sogar auf 900 angestiegen war.

Im Gegensatz zu Krankenhausaufenthalten ist der Rückgang der Inzidenzrate in allen Departments zu sehen. Die Gebiete, in denen sie weiterhin am höchsten liegt, sind: Haute-Savoie (433), Hautes-Alpes (325), Savoie (323), Doubs (299) und Isère (297). Umgekehrt ist die Viruszirkulation im Finistère (36), in der Charente-Maritime (47), auf Südkorsika (43) und im Haute-Corse (56) am niedrigsten.


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