Demonstration am Dienstag gegen die verlängerte Schließung von Kulturstätten

423

Angesichts der Entscheidung der Regierung, die Schließung von Theatern und kulturellen Einrichtungen zu verlängern, will die Welt der Kultur und Unterhaltung am Dienstag, dem 15. Dezember, mobilisieren und ihren Zorn in Paris und in ganz Frankreich zum Ausdruck bringen.

Die Ankündigung von Premierminister Jean Castex am Donnerstag, 10. Dezember, die Wiedereröffnung der Theater weiter zu verschieben, hat auf die Welt der Unterhaltung wie eine kalte Dusche gewirkt.

Bereit zur Wiedereröffnung am 15. Dezember, wurden die Hoffnungen der Kinos, Theater und Museen durch Premierminister Jean Castex wieder einmal enttäuscht. Letzterer kündigte am vergangenen Donnerstag an, dass sie angesichts des anhaltenden Drucks durch die Epidemie, “der länger anhält, als wir uns gewünscht hätten”, bis mindestens 7. Januar geschlossen bleiben sollen.

Für Dienstagmittag ist eine Demonstration in Paris geplant.
Die Mobilisierung findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem Gewerkschaften und Künstler sich darauf vorbereiten, ein “référé liberté”, ein Dringlichkeitsverfahren vor dem höchsten Verwaltungsgericht des Landes, dem Staatsrat, einzureichen. Diese Eingabe wurde von mehreren hundert Theater- und Komödiendirektoren in ganz Frankreich unterstützt.

Die Gewerkschaft CGT-Spectacle, die eine noch nie dagewesene Zerstörung “des Aktivitäts- und Beschäftigungsvolumens unserer Branche” anprangert, ruft die Welt der Unterhaltung, des Kinos und der audiovisuellen Medien auf, sich am Dienstagmittag auf dem Pariser Bastille-Platz und in ganz Frankreich an den Protesten gegen die “Jo-Jo-Politik der Regierung” zu beteiligen.

Eine Demonstration am Dienstag um 18.30 Uhr vor dem Atelier-Theater.
Die Schauspieler Jacques Weber, Audrey Bonnet und François Morel riefen für Dienstag, 15. Dezember, um 18.30 Uhr zu einem Protest auf. “Genau zu dem Zeitpunkt, an dem wir unsere Türen wieder hätten öffnen sollen, werden wir auf dem Bürgersteig, auf der Straße, vor dem Théâtre de l’Atelier stehen”, um “Abscheu” und “Wut” über die “Absurdität” der von der Regierung getroffenen Entscheidungen zum Ausdruck zu bringen.

“Wir sind keine Rebellen. Wir sind keine Revolutionäre. Wir sind keine Agitatoren. Wir sind nicht verrückt, wir bitten nur darum, mit Respekt, Intelligenz und Urteilsvermögen behandelt zu werden”. Der Text bringt zum Ausdruck, dass die Verlängerung der Schließung “ein echter Angriff auf unsere Werte ist und eine tiefe Verachtung für den kulturellen und künstlerischen Sektor darstellt, wir einen Gipfel der Inkonsequenz erreichen”.

Überfüllte Einkaufszentren aber leere Theater- und Kinosäle
“Während Einkaufszentren, angeregt durch den Black Friday oder Werbeaktionen im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum Jahresende, Tausende von Menschen nahezu ungehindert empfangen, müssen die Theater, in denen alle sanitären Maßnahmen peinlich genau eingehalten werden und in denen keine Ansteckungs-Cluster identifiziert wurden, geschlossen bleiben”, fügt die Pressemitteilung hinzu.

Das Neue Theater von Montreuil und Le Méliès, die die Initiative unterstützen, rufen ihrerseits die Bürger auf, am Dienstag um 18 Uhr “auf dem Jean-Jaurès-Platz (von Montreuil) eine symbolische Schlange zu bilden, die Sicherheitsabstände und Barrieregesten respektiert, um die Wiedereröffnung der Kulturstätten zu fordern”.


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere doch unseren Newsletter!



Live-Chat mit anderen Mitgliedern

You must be a registered user to participate in this chat.