“Es ist bequemer, als sich jeden Tag testen zu lassen”: Die Einführung des Gesundheitspasses beschleunigt die Impfung von Jugendlichen gegen Covid-19

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Seit dem 15. Juni können sich auch die 12- bis 17-Jährigen gegen Covid-19 impfen lassen. Nach anfänglichem Zögern hat die Einführung des Gesundheitspasses ab dem 30. September offensichtlich einige von ihnen davon überzeugt, den Schritt jetzt zu wagen.

Jeder zweite Franzose ist nun vollständig gegen Covid-19 geimpft, teilte die Generaldirektion für Gesundheit am Dienstag, 27. Juli, mit. Die Schwelle für eine kollektive Immunität wird jedoch auf etwa 90% geschätzt. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Gesundheitsbehörden jetzt auch die 12- bis 17-Jährigen impfen. Seit dem 15. Juni können diese eine Injektionen von BioNTech/Pfizer erhalten. Seit der Ankündigung, dass ab dem 30. September ein Gesundheitspass auch für sie eingeführt wird, hat sich das Publikum in den Impfzentren deutlich verjüngt.

Die Angst vor der vierten Welle
Eltern und Kinder wurden auch durch den erneuten Ausbruch der Covid-19-Epidemie für eine Impfung angespornt. “Wir dachten, wir warten noch ein bisschen, aber als wir die vierte Welle sahen, die uns bevorsteht, dachten wir, wir lassen unsere Tochter jetzt impfen”, sagt eine Mutter gegenüber Franceinfo. Und das aus gutem Grund: Die Inzidenzrate bei den 10- bis 19-Jährigen lag zwischen dem 17. und 23. Juli bei 268 Fällen pro 100.000 Einwohner, verglichen mit der durchschnittlichen Rate über alle Altersgruppen von 179.

Die Aussicht auf neue Infektionen alarmierte auch die 15-jährige Héléna. “Die Impfung soll verhindern, dass ich Covid-19 weitergebe oder selbst bekomme”, erklärt sie nach ihrer zweiten Injektion gegenüber Franceinfo. Die Teenagerin hat die Rede des Präsidenten nicht abgewartet. “Je mehr Menschen wir impfen, desto besser”.


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