Freitag, der 13. – bist du abergläubisch?

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Gehörst du zu denen, die an einem Freitag, dem 13. lieber zuhause bleiben, um ja kein Risiko einzugehen? Vermeidest du in Hotels Zimmer mit der Nr. 13 (falls im Hotel die 13 nicht sowieso übergangen wird)? Oder siehst du in der 13 eine Glückszahl und im Freitag einen Grund, sich auf das Wochenende zu freuen?

Woher die Überzeugung, der Freitag, der 13. sei ein Unglückstag, kommt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.

Einer Behauptung zufolge soll der Ursprung im Oktober 1307 liegen. Am Freitag, dem 13. befahl der französische König Philippe IV die Verhaftung aller Tempelritter in Paris und in Folge die Zerschlagung des Ordens – für die Templer wahrlich ein tiefschwarzer Tag.

Aber auch schon in der Antike störte die 13 die Harmonie der Zahl 12, die als Symbol der Vollkommenheit galt. Man denke an die 12 Stunden des Tages, 12 Stunden der Nacht, 12 Monate, 12 Tierkreiszeichen, … Auch im Christentum kommt die 12 vor, bei der Zahl der Apostel. Am Tag des letzten Abendmahls nahmen mit Jesus und den 12 Jüngern zusammen 13 Personen teil – was nach Auffassung des Volksglaubens nur zu Unglück führen konnte, zu Judas‘ Verrat und zur Kreuzigung am Tag darauf – einem  Freitag.

Im Märchen ist es die 13. Fee, die Dornröschens Tauffest mit einem „bösen“ Geschenk, nämlich einem Fluch stört. Eingeladen waren nur 12 Feen. Die 13. war deswegen beleidigt.

Aber halt  – 13 Feen sind es in der Version der Brüder Grimm. Die französische Version von Charles Perrault, gute 100 Jahre früher entstanden, kennt nur 7 gute Feen. Es ist dort die 8. Fee, die nicht eingeladen war und mit ihrem Fluch das Unglück bringt.

Das führt uns zu einem Blick „über den Tellerrand“. Nicht überall ist es Freitag, der 13., der als schwarzer Tag gilt, an dem man vom Pech verfolgt wird. Unglückstag ist in spanischsprachigen Ländern Dienstag, der 13., in Italien Freitag, der 17.  

Rein statistisch gesehen passiert an einem Freitag, dem 13. nicht mehr als an einem Mittwoch, dem 26. oder einem Montag, dem 8. Wenn man bedenkt, dass der Tag in vielen anderen Ländern ein „ganz normaler“ Tag ist, leuchtet das ein.

Man nannte übrigens 13 auch „das Dutzend des Teufels“. Aber hast du dich nicht auch schon einmal gefreut, wenn du etwas im Dutzend, also 12 Stück von etwas, gekauft hast, und du ein 13. als Zugabe bekommen hast? Das ist doch kein Unglück 🙂

Ein kleines Kribbeln im Bauch kann an so einem Tag dennoch bei einigen auftauchen. Dann mach dir klar, dass du, wenn du an diesem Tag nur an Pech und Unglück denkst, dieses anziehst! Das nennen Psychologen „self-fulfilling prophecy“ (= selbsterfüllende Prophezeiung). Du wirst unbewusst so handeln, dass die negative Erwartung eintritt, also sich erfüllt. Natürlich geht es genauso gut mit positiven Erwartungen.

Achte einmal bewusst darauf, was dir an diesem Tag alles gelingt. Du wirst erstaunt sein, wie vieles nicht schiefgeht!

In diesem Sinne wünsche ich dir einen gelungenen Tag.

Deine Elisa


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