Gesundheitspass: Wird er auch in Einkaufszentren und Supermärkten Pflicht?

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Mit dem Gesundheitspass in Einkaufszentren einkaufen gehen: Das soll ab Anfang August zur Pflicht werden, kündigte die Regierung an. Nur geimpfte oder negativ getestete Personen werden dann in den großen Einkaufszentren schoppen gehen können.

An diesem Montag, dem 12. Juli, kündigte Emmanuel Macron die Ausweitung der Anwendung des Gesundheitspasses auf öffentliche Orte mit einer großen Kundenzahl an. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Ausbreitung der Delta-Variante zu verlangsamen, die seit einigen Tagen in Frankreich und auf der ganzen Welt eine neue Epidemiewelle auslöst.

Während der dritten Welle von Covid-19 kündigte Jean Castex die Schließung von Einkaufszentren für mehrere Wochen an. Um eine Wiederholung dieses Szenarios zu vermeiden, hat sich die Regierung dafür entschieden, den Zugang zu den großen Einkaufszentren auf Personen zu beschränken, die nachweisen können, dass sie seit mindestens 2 Wochen mit Impfstoffen, die 2 Injektionen erfordern, oder 4 Wochen mit dem Janssen-Impfstoff vollständig geimpft sind. Wer nicht geimpft ist, muss höchstens 48 Stunden vorher einen negativen PCR-Test machen, um ein Einkaufszentrum zu betreten, sei es als Kunde oder als Mitarbeiter.

Nur die großen Einkaufszentren sind betroffen
An diesem Dienstagmorgen nun verkündete Gesundheitsminister Olivier Véran im Sender BFMTV, dass diese Maßnahme nur “für große Zentren” und “nicht für Supermärkte” gelten solle.

Es bleibt abzuwarten, wie groß die von Olivier Véran erwähnten “großen Zentren” tatsächlich sein werden. Während der letzten Gesundheitsmaßnahmen im Januar 2021 mussten Einkaufszentren mit mehr als 20.000 Quadratmetern in den am meisten gefährdeten Departements geschlossen werden. Diese Messlatte war im vergangenen März auf Betriebe mit mehr als 10.000 Quadratmetern gesenkt worden. Diese Frage muss in den nächsten Tagen vom Parlament entschieden werden.

Gontran Thüring, Generaldelegierter des Nationalen Rates der Einkaufszentren (CNCC), erklärt bei FranceInfo, dass diese Maßnahme “einen wirtschaftlichen Preis” haben wird, da die Eigentümer und Manager großer Flächen dafür extra Sicherheitspersonal bereitstellen müssen.


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